Im März 2025 kehrte die SPÖ nach fast acht Jahren in die Bundesregierung zurück – und das, obwohl sie bei der Nationalratswahl 2024 das schlechteste Ergebnis aller Zeiten erzielte. 14 Monate später sieht die Lage der einstigen Großpartei sogar noch trüber aus.
Bundesweit liegt die SPÖ in der Sonntagsfrage deutlich unter der 20-Prozent-Marke: Würde heute ein Nationalrat gewählt, kämen die Sozialdemokraten lediglich auf 18,3 Prozent – ein Minus von 2,9 Prozentpunkten gegenüber der letzten Wahl. Selbst in Wien, der traditionellen Hochburg der SPÖ, droht ein historischer Rückschlag: Erstmals könnte die Partei bei einer Nationalratswahl hinter die FPÖ zurückfallen.
Auch eine aktuelle "Heute"-Umfrage zeichnet ein ernüchterndes Bild für die Sozialdemokratie. Eine klare Mehrheit der Befragten sieht die SPÖ nicht mehr als Interessenvertretung der Werktätigen. Besonders alarmierend für Parteichef Andreas Babler und sein Team: In der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen sind nur noch 32 Prozent dieser Ansicht, während 57 Prozent der Meinung sind, dass die Partei diese Rolle nicht mehr erfüllt.
Die umfragenstärkste FPÖ nutzte zuletzt die Gelegenheit für scharfe Angriffe auf die SPÖ und deren Vorsitzenden. Der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss sorgte auf der Plattform X mit einem satirischen Beitrag für Aufsehen: Dort wurde der "Mitarbeiter des Monats" der Freiheitlichen gekürt – im April 2026 ausgerechnet Andreas Babler, "für herausragende Zusammenarbeit und wertvolle Unterstützung", wie es in der ironischen Auszeichnung heißt.
Krauss schrieb dazu: "Lieber Andreas Babler, viele Dank für Deinen täglichen Einsatz, Dein Talent und Deine Unterstützung. Wir werden spätestens 2029 beim AMS ein gutes Wort für Dich einlegen."
Babler selbst konterte bei der SPÖ-Kundgebung am 1. Mai in Richtung der Freiheitlichen. Österreich brauche keinen "Trump auf österreichisch", betonte er. Echte Vaterlandsliebe zeige sich nicht in lauten Parolen, sondern in der täglichen Arbeit daran, das Land voranzubringen.