Grüne Aktion am Praterstern

Grünen-Chefin Gewessler teilt Hühner-Curry aus

Am 1. Mai wurde am Praterstern nicht nur politisch ausgeteilt: Grünen-Chefin Gewessler servierte neben Regierungskritik auch Curry für Hungrige.
Nicolas Kubrak
01.05.2026, 14:45
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Der 1. Mai ist traditionell Bühne für FPÖ und SPÖ – in Linz und Wien liefern sich die politischen Lager Jahr für Jahr ein knallhartes Fernduell.

Nicht anders war es dieses Jahr: Am Rathausplatz attackierte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig die Kickl-FPÖ und schloss eine Koalition mit den Blauen aus. Knapp 180 Kilometer weiter westlich konterte Kickl höchstpersönlich: Beim Maiaufmarsch würden nur mehr "rote Systemlinge und Bonzen auftreten" – "Heute" berichtete ausführlich über beide Kundgebungen.

Grüne mit Verteilaktion am Praterstern

Doch auch die Grünen nutzten den 1. Mai für sich und veranstalteten eine Verteilaktion am Wiener Praterstern. Sie wollten auf die Schieflage im österreichischen Steuersystem aufmerksam machen. Kritik gab es an den "ungerechten Kürzungen und der besonderen Belastung für die Mitte der Gesellschaft". Zur Erinnerung: Bis 2028 will die Regierung 5,1 Milliarden Euro sparen, vom Sparpaket werden alle Bevölkerungsgruppen betroffen sein.

Gewessler: "Haben die Nase voll"

"Die Mitte der Gesellschaft zahlt – und ein paar Superreiche lehnen sich zurück. Von dieser Ungerechtigkeit haben wir die Nase voll. Am Tag der Arbeit sagen wir klar: Je mehr die Regierung dabei versagt, umso lauter werden wir“, sagte Grünen-Chefin Leonore Gewessler am Praterstern.

Scharfe Kritik gab es am aktuellen Budgetvorschlag der Regierungsparteien: "Die Frauen zahlen drauf. Die Familien zahlen drauf. Aber die Millionen- und Milliardenerbschaften werden nicht angetastet. Das ist nicht gerecht – genau diese Botschaft kam heute von vielen Menschen, mit denen ich gesprochen habe.“

Hühner-Curry für Hungrige

"Wer daran glaubt, dass Millionenerbschaften endlich einen fairen Beitrag leisten sollen – der ist bei uns richtig. Wir Grüne sind die Alternative für alle, die sich mit dem Status quo nicht zufriedengeben", betonte die Klubobfrau.

Im Rahmen der Aktion am Wiener Praterstern haben die Grünen dabei mit einem Schätzspiel auf Basis von Reiskörnern dargelegt, wie ungleich die Besteuerung zwischen Arbeit und Erbschaft verteilt sei. Während Arbeitseinkommen mit bis zu 50 Prozent besteuert wird, falle bei einer Erbschaft von einer Milliarde Euro kein einziger Cent Steuer an.

Das Ausmaß der Ungerechtigkeit sorgte laut den Grünen bei den vielen Interessierten oftmals für Staunen und Ärger. Für Hungrige gab es zudem Reis mit Curry zum Mitnehmen.

{title && {title} } nico, {title && {title} } Akt. 01.05.2026, 14:48, 01.05.2026, 14:45
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