Mikl-Leitner erhöht Druck

Ärger über Spritpolitik: "Abwarten ist keine Strategie"

Der Iran-Konflikt treibt den Ölpreis massiv nach oben und belastet Autofahrer. Die Kritik an der Politik wegen auslaufender Entlastungen wird lauter.
Newsdesk Heute
30.04.2026, 16:15
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die Eskalation im Iran-Konflikt treibt die Preise weiter nach oben – und trifft nun auch Autofahrer und Betriebe spürbar.

In der Nacht ist der Ölpreis deutlich gestiegen: Die Nordsee-Sorte Brent, maßgeblich für den Weltmarkt, verteuerte sich um sieben Prozent auf 126,41 US-Dollar pro Barrel (159 Liter). Damit erreicht der Preis den höchsten Stand seit Anfang 2022. Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Laut Schnellschätzung der Statistik Austria stieg die Inflationsrate im April auf 3,3 Prozent – auch getrieben durch die höheren Spritpreise.

Kritik an Regierung

Für Kritik sorgt in diesem Zusammenhang das Auslaufen der Spritpreisbremse. Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) zeigt "kein Verständnis" dafür, dass es keine rechtzeitige Einigung zur Verlängerung gegeben hat. "Abwarten und hoffen, dass die Preise von selbst sinken, ist keine Strategie", stellt sie klar.

Angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten sei zudem "kein Ende der hohen Spritpreise absehbar."

Spritpreise im Vergleich
Die günstigsten Tankstellen in deiner Nähe
Kartenplatzhalter für Spritpreise
Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Gerade rund um den Tag der Arbeit fordert Mikl-Leitner Maßnahmen zur Entlastung. "Wer täglich auf das Auto angewiesen ist, um in die Arbeit zu kommen, oder seine Produkte auszuliefern, darf mit den steigenden Spritkosten nicht allein gelassen werden."

Besonders Pendler sowie Unternehmen seien betroffen. "Unsere Pendlerinnen und Pendler erwarten sich eine Lösung. Und auch die Betriebe, die ihre Waren von A nach B bringen müssen, sollen in der Lage sein, zu wettbewerbsfähigen Preisen zu transportieren."

Abschließend richtet sie einen klaren Appell an die Politik: "Wie kommen Betriebe und Beschäftigte dazu, dass sie den Preis für den Iran-Krieg zahlen. Mehr als anderswo. Das müssen alle Parteien der Bundesregierung in der Situation jetzt realisieren."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 30.04.2026, 16:25, 30.04.2026, 16:15
Jetzt E-Paper lesen