Die Eskalation rund um die Straße von Hormus setzt Europas Börsen massiv unter Druck.
Sowohl der österreichische ATX als auch der deutsche DAX sind am Montag deutlich ins Minus gerutscht – Anleger reagieren nervös auf die angespannte Lage im Nahen Osten.
Nachdem der DAX am Freitag noch kräftig zugelegt hatte, ging es zu Wochenbeginn bergab. Kurz nach Handelsstart verlor der Index 1,24 Prozent und fiel auf rund 24.397 Punkte. Auch der MDax gab nach, ebenso wie der EuroStoxx 50, der die Entwicklung in der Eurozone widerspiegelt.
In Wien zeigte sich ein ähnliches Bild: Der ATX büßte im Tagesverlauf mehr als 1,5 Prozent ein und rutschte auf rund 5.865 Punkte ab. Damit schrumpfte der Gesamtwert der im ATX gelisteten Unternehmen spürbar.
Auslöser der Turbulenzen ist die erneut angespannte Situation in der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Öltransportrouten weltweit. Nachdem der Iran zunächst eine Öffnung der Meerenge angekündigt hatte, wurde diese Zusage nur einen Tag später wieder zurückgezogen. Als Grund nennt Teheran die anhaltende Blockade eigener Häfen durch die USA. Mehr dazu im Video:
Zudem scheint eine diplomatische Entspannung in weiter Ferne: Ein weiteres Treffen zwischen beiden Ländern wurde laut Berichten abgesagt. Stattdessen werfen sich die Seiten gegenseitig unklare Forderungen und Kurswechsel vor.

Die Folge: Die Ölpreise ziehen deutlich an – ein klassisches Warnsignal für die Märkte. Steigende Energiekosten belasten Unternehmen und sorgen für Unsicherheit bei Investoren.
Viele Anleger ziehen sich daher aus risikoreicheren Anlagen zurück und parken ihr Geld vorsichtiger.
Solange die Lage in der Straße von Hormus unklar bleibt, dürfte die Volatilität an den Börsen hoch bleiben. Für den DAX und den ATX bedeutet das: Die Richtung hängt aktuell weniger von Unternehmenszahlen ab – sondern vor allem von geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten.