Die Spannungen rund um eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt nehmen erneut zu: Die Huthi-Miliz im Jemen verschärft ihre Drohungen gegen den internationalen Handel.
Die vom Iran unterstützte Gruppe kündigte laut Aussagen eines ranghohen Vertreters neue Angriffe auf Handelsschiffe an. Hussein al-Essi brachte dabei auch eine drastische Maßnahme ins Spiel – eine mögliche Sperre der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Indischen Ozean verbindet.
Gleichzeitig richtete er sich direkt an Washington: US-Präsident Donald Trump solle den "Frieden" in der Region nicht weiter behindern.
Die Drohkulisse trifft einen ohnehin sensiblen Knotenpunkt des Welthandels. Seit der Schließung der Straße von Hormus hat das Rote Meer zusätzlich an Bedeutung gewonnen, viele Handelsrouten verlaufen inzwischen verstärkt durch dieses Gebiet.
Bereits im Zuge des Gaza-Kriegs hatten die Huthis wiederholt Schiffe attackiert – vor allem im Roten Meer. Die Angriffe trafen Dutzende Frachter und sorgten für massive Störungen im internationalen Seeverkehr.
Auch militärisch blieb die Lage angespannt: Noch im vergangenen Monat griff die Miliz, die als Verbündete Teherans gilt, erneut direkt Israel an.