Vor wenigen Tagen verkündete US-Präsident Trump noch, dass es eine Einigung mit dem Iran gebe und die Straße von Hormus für die internationale Schifffahrt freigegeben wird. Die Weltmärkte atmeten auf, der Ölpreis sank um fast 20 Prozent.
Daraus ist freilich nichts geworden. Nach dem Scheitern der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in Pakistan am Wochenende hat US-Präsident Trump jetzt selber eine Blockade der Meerenge durch die US-Marine angekündigt.
Der Ölpreis am Weltmarkt ist mit Blick auf die gescheiterten Friedensverhandlungen der USA mit dem Iran und der Ankündigung aus Washington, nun ebenfalls die Straße von Hormus zu blockieren, stark angestiegen.
Sowohl die US-Referenzsorte WTI als auch die Nordseesorte Brent notierten am Montagmorgen deutlich über 100 Dollar pro Barrel. Bei beiden Ölsorten betrug der Preisanstieg über acht Prozent.
Die Straße von Hormus ist bereits seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar faktisch gesperrt. Passieren konnten die Meerenge, durch die im Regelfall rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransports verläuft, zuletzt nur iranische Schiffe oder solche mit expliziter oder erkaufter Erlaubnis aus Teheran.
Seit einigen Tagen gilt eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, in deren Rahmen auch die wichtige Wasserstraße wieder öffnen sollte. Erste direkte Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über ein endgültiges Ende der Kämpfe am Samstag in Pakistan scheiterten aber.
In der Folge kündigte US-Präsident Donald Trump an, die US-Armee werde ihrerseits Schiffen mit Verbindungen zum Iran die Passage untersagen. Für Autofahrer bedeutet das nichts Gutes – Sprit könnte schon bald wieder deutlich teurer werden.