Die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in Islamabad sind gescheitert. US-Vizepräsident JD Vance verließ Pakistan am Sonntag nach einem 21-stündigen Verhandlungsmarathon ohne Einigung.
"Die schlechte Nachricht ist, dass wir zu keiner Einigung gekommen sind", sagte Vance vor Journalisten. "Wir kehren also in die USA zurück, ohne eine Einigung erzielt zu haben." Teheran sei aber noch ein "letztes und bestes Angebot" unterbreitet worden.
Wie n-tv.de unter Berufung auf die Nachrichtenagenturen AFP und dpa berichtet, hat es der Iran mit weiteren Gesprächen nicht eilig. Solange die USA keinem vernünftigen Abkommen zustimmten, werde sich an der Lage in der Straße von Hormus nichts ändern, hieß es aus Teheran.
Das iranische Außenministerium begründet das Scheitern mit einer Atmosphäre des Misstrauens. Man habe sich zwar in mehreren Punkten verständigt, bei zwei wichtigen Themen seien die Ansichten jedoch auseinandergegangen. Teheran plane derzeit keine weitere Verhandlungsrunde.
Die neue Führung in Teheran sieht sich nach mehr als fünf Wochen Krieg in einer Position der Stärke. Das Machtsystem der Islamischen Republik ist weiter intakt, und die US-Verbündeten am Persischen Golf mussten schmerzhafte Gegenangriffe verkraften.
Der Vermittler Pakistan forderte beide Seiten auf, die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe einzuhalten. "Das ist zwingend erforderlich", sagte der pakistanische Außenminister Ishaq Dar. Pakistan werde weiter als Vermittler dienen.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien vor wenigen Tagen auf eine Feuerpause. In dieser Zeit sollte unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende verhandelt werden.