Ex-Biden-Berater im ORF

Trump-Streit mit NATO "Musik in den Ohren von Putin"

Die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin angespannt. Zudem legt sich Trump öffentlich mit der NATO an. Ex-Biden-Berater Sullivan sprach dazu im ORF.
Newsdesk Heute
09.04.2026, 22:21
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Trotz einer verkündeten Feuerpause bleibt die Lage im Nahen Osten hochgefährlich. Nach intensiven Angriffen zwischen den USA, Israel und dem Iran haben sich Washington und Teheran am Mittwoch auf eine auf zwei Wochen befristete Waffenruhe verständigt. Vermittelt wurde die Vereinbarung durch Pakistan, Gespräche zwischen den Konfliktparteien sollen in Islamabad folgen.

Von Entspannung kann dennoch keine Rede sein: Beobachter berichten, dass es auch während der Feuerpause zu weiteren militärischen Aktionen gekommen ist. Besonders im Fokus steht weiterhin die Straße von Hormus, die eine der wichtigsten Routen für den globalen Öltransport darstellt. Die strategische Bedeutung der Region macht sie zu einem zentralen Streitpunkt und lässt Zweifel aufkommen, wie stabil die aktuelle Waffenruhe tatsächlich ist.

Ex-Biden-Berater spricht im ORF

Am Donnerstagabend gab Jake Sullivan, der unter Joe Biden Nationaler Sicherheitsberater der USA war, eine Einschätzung der aktuellen Lage. "Der Waffenstillstand ist gut für die USA und die ganze Welt. Man muss alles daran setzen, dass dieser hält", so der US-Experte. Dazu müsse man sich auch mit den israelischen Aktionen im Libanon auseinandersetzen.

Zudem müsse man für die Straße von Hormus und das angereicherte Uran im Iran eine Einigung finden. Ein umfassendes Abkommen bei den Gesprächen in Pakistan hält der Experte für unwahrscheinlich. Die Chance, dass der Waffenstillstand länger als zwei Wochen hält, sei laut Sullivan gegeben.

Kritik am Israel-Vorgehen

Laut Sullivan, sei es nicht ungewöhnlich, dass es bei solchen Friedensabkommen zu Unklarheiten komme. Klar sei aber, dass die Raketenangriffe auf den Libanon nicht dazu beitragen würden, ein positives Ergebnis zu erzielen.

Netanjahu habe bereits in der Vergangenheit versucht, US-Präsidenten zu einem Krieg gegen den Iran zu drängen. "Trump war wohl der Überzeugung zu handeln, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden", so Sullivan.

"Musik in den Ohren von Putin"

Angesprochen auf die NATO, rechnet der Ex-Biden-Berater, dass die USA ein treuer Bündnispartner bleiben wird. Die aktuellen Diskussionen seien besorgniserregend und "Musik in den Ohren von Putin".

Gerade jetzt sei es wichtig, dass europäische NATO-Länder dem Iran klarmachen müssen, dass die Straße von Hormus offen bleiben muss. "Europa muss eine diplomatische Rolle spielen – in seinem eigenen Interesse, im Interesse der Weltwirtschaft und der globalen Stabilität", so Sullivan weiter.

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