Ein spektakulärer Betrugsfall sorgt für Aufsehen: In Norditalien ist ein Österreicher festgenommen worden, der von der deutschen Justiz gesucht wurde. Dem Mann wird vorgeworfen, einen Schaden von mehr als 63 Millionen Euro verursacht zu haben.
Die Polizei in Asti griff zu, nachdem gegen den Verdächtigen ein europäischer Haftbefehl vorgelegen hatte. Laut einer Presseaussendung der italienischen Behörden vom Montag stand der Mann bereits im Fokus der Ermittler. Zuvor hatten Behörden in Deutschland und Österreich auf ein konkretes und unmittelbar bevorstehendes Fluchtrisiko in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate hingewiesen.
Im Zuge der Fahndung konnten mehrere Fahrzeuge identifiziert werden, die der Verdächtige genutzt haben soll. Darunter befand sich auch ein Luxusauto, das erst kürzlich in Asti entdeckt worden war. Die Ermittler werteten Bewegungsdaten aus, errichteten Kontrollstellen und nahmen mögliche Fluchtrouten genau unter die Lupe.
Schließlich gelang der Zugriff: Das Fahrzeug wurde gestoppt, im Inneren befanden sich der gesuchte Österreicher sowie eine Frau. Der Mann wurde festgenommen und anschließend in eine Strafanstalt nach Turin gebracht, wo er derzeit in Haft sitzt.
Viele Fragen sind noch offen: Über seine Herkunft innerhalb Österreichs sowie über die genauen Hintergründe des Falls lagen vorerst keine Informationen vor.