Die zweite Verhandlungsrunde um die Fortsetzung der Spritpreisbremse gestaltet sich offenbar als herausfordernd. Zunächst gab es Meldungen, wonach die NEOS den Verhandlungstisch verlassen hätten.
Auch gegenüber "Heute" hieß es, dass es den Pinken gereicht hätte. Nun aber der Paukenschlag! Nach "Heute"-Infos würden die Verhandlungen fortgesetzt werden. Demnach werde "hart an einer Lösung" gearbeitet. Einen Abbruch wollte man nicht bestätigen. Vielmehr hieß es, dass man optimistisch sei.
Eine Einigung müsse jedenfalls noch am heutigen Donnerstag erzielt werden, ansonsten läuft die Spritpreisbremse in der Nacht aus. Für die Bevölkerung hätte ein Scheitern heftige Konsequenzen, denn damit würde der nächste Teuerungs-Schock ins Haus stehen.
Demnach stieg die Rohölsorte Brent in der Nacht auf einen Vier-Jahres-Rekordwert. Ganze 126,41 US-Dollar (107,99 Euro) muss man für ein Barrel (159 Liter) hinlegen. Damit ist Brent so teuer wie seit Anfang 2022 nicht mehr – "Heute" berichtete.
Streitfragen bei den Gesprächen dürften unterschiedliche Ansichten über die Modalitäten der Fortsetzung sein. Die SPÖ fordert auch weiterhin Begrenzungen für Gewinnmargen für die Konzerne, etwas. ÖVP und NEOS ist dies tendenziell ein Dorn im Auge. Gleichzeitig fordert die ÖVP von der SPÖ in der Frage der Entlastung Bewegung. Eine Fortsetzung ist also ohnehin nur in abgeschwächter Form denkbar.
Dem Vernehmen nach hat das SPÖ-geführte Finanzministerium einen letzten Vorschlag unterbreitet. So wäre man dafür, den Preis weiterhin um 5 Cent zu senken und für zwei Wochen die Preisentwicklung zu beobachten. Bleiben die Preise konstant günstiger, sei klar, dass die Maßnahme wirkt. In diesem Fall wäre die SPÖ bereit, auf 2,5 Cent runterzugehen.