Frisches Basilikum gehört für viele einfach zum Sommer dazu. Ob auf Tomaten mit Mozzarella, im selbst gemachten Pesto oder als aromatische Zutat im Salat – das beliebte Küchenkraut darf in keiner Sommerküche fehlen. Umso größer ist die Verunsicherung, wenn die Pflanze plötzlich Blüten bildet. Ist dann das Basilikum ungenießbar oder kannst du die Blätter weiterhin verwenden?
Die gute Nachricht vorweg: Auch wenn Basilikum blüht, musst du die Pflanze nicht entsorgen. Weder die Blätter noch die Blüten werden dadurch giftig oder gesundheitsschädlich. Du kannst sie also weiterhin bedenkenlos essen.
Allerdings verändert sich mit der Blüte der Geschmack. Während junge Basilikumblätter angenehm süßlich und intensiv aromatisch schmecken, entwickeln ältere Blätter häufig eine leicht bittere und schärfere Note. Der Grund: Die Pflanze steckt ihre Energie nun zunehmend in die Blüten- und Samenbildung statt in neue Blätter.
Wer sein Basilikum vor allem roh verwendet, wird den geschmacklichen Unterschied wahrscheinlich bemerken. Für Caprese, Sandwiches oder als Topping auf Pizza sind junge Blätter deshalb meist die bessere Wahl.
In gekochten Gerichten sieht es anders aus. Beim Erhitzen verlieren die Bitterstoffe an Intensität, sodass sich auch blühendes Basilikum weiterhin hervorragend für Pasta-Saucen, Suppen, Aufläufe oder Pesto eignet.
Sobald sich die ersten Blütenknospen zeigen, solltest du sie möglichst früh abschneiden. Dadurch regst du die Pflanze dazu an, neue Triebe und frische Blätter zu bilden. Noch wichtiger ist die richtige Ernte. Statt einzelne Blätter abzuzupfen, solltest du regelmäßig die oberen drei bis fünf Zentimeter eines Triebs abschneiden. Dabei muss pro Trieb mindestens ein Blattpaar stehen bleiben. Nur so kann das Basilikum weiter verzweigen und buschig nachwachsen.
Hat das Basilikum bereits zahlreiche Blüten entwickelt, ist der natürliche Lebenszyklus oft weit fortgeschritten. Jetzt investiert die Pflanze ihre Kraft hauptsächlich in die Samenbildung. Neue Blätter wachsen nur noch langsam oder gar nicht mehr nach, das Basilikum beginnt nach und nach abzusterben.
Wer den ganzen Sommer über frische Blätter ernten möchte, sollte deshalb frühzeitig regelmäßig zurückschneiden oder rechtzeitig eine neue Pflanze nachziehen.
Was viele nicht wissen: Nicht nur die Blätter, sondern auch die Basilikumblüten lassen sich essen. Sie enthalten keine giftigen Stoffe und können problemlos verzehrt werden.
Geschmacklich sind sie allerdings etwas kräftiger und oft leicht bitter oder pfeffrig. Gerade deshalb eignen sie sich weniger als Hauptzutat, dafür aber hervorragend als essbare Dekoration. Die kleinen weißen, rosafarbenen oder violetten Blüten setzen auf Salaten, Antipasti oder sommerlichen Vorspeisen einen hübschen Akzent.