Genuss-Frage

Tomaten einfrieren? Das musst du unbedingt wissen

Zu viele Tomaten im Haus? Bevor sie verderben, denken viele ans Einfrieren. Doch ist das überhaupt eine gute Idee? Worauf du dabei achten musst.
Heute Life
05.08.2026, 12:48
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Der Sommer ist Tomatenzeit. Im Garten hängen die Sträucher voller roter Früchte, auf dem Wochenmarkt lacht ein Schnäppchen nach dem anderen – und plötzlich ist die Küche voller Tomaten. Doch was tun, wenn sie schneller reifen, als man sie essen kann? Die gute Nachricht: Wegwerfen muss sie niemand. Allerdings ist das Einfrieren nicht in jedem Fall die beste Lösung.

Kann man Tomaten überhaupt einfrieren?

Die kurze Antwort lautet: Ja, aber mit Einschränkungen. Tomaten bestehen zu rund 95 Prozent aus Wasser. Genau das wird ihnen im Gefrierfach zum Verhängnis. Beim Einfrieren bilden sich Eiskristalle, die die Zellstruktur zerstören. Nach dem Auftauen sind die Früchte deshalb nicht mehr fest und knackig, sondern weich und matschig.

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Für den frischen Salat oder aufs Butterbrot eignen sich aufgetaute Tomaten daher nicht mehr. Für warme Gerichte sind sie dagegen nach wie vor bestens geeignet. Ob Tomatensauce, Suppe, Eintopf oder Pasta – hier fällt die veränderte Konsistenz kaum ins Gewicht.

So frierst du Tomaten richtig ein

Damit Geschmack und Qualität möglichst gut erhalten bleiben, sollten nur reife, feste und unbeschädigte Tomaten eingefroren werden. Überreife oder bereits matschige Früchte verlieren nach dem Auftauen noch stärker an Struktur.

Vor dem Einfrieren werden die Tomaten gewaschen, gründlich abgetrocknet und von Stielansatz sowie Druckstellen befreit. Am praktischsten ist es, sie direkt in Würfel zu schneiden oder zu pürieren. Anschließend kommen sie luftdicht verpackt und mit Datum beschriftet ins Gefrierfach.

Wer ganze Tomaten einfrieren möchte, sollte sie vorher häuten. Dazu die Unterseite kreuzförmig einschneiden, die Früchte wenige Sekunden in kochendes Wasser legen und anschließend in Eiswasser abschrecken. Danach lässt sich die Haut ganz leicht abziehen. Das verhindert zwar nicht den Flüssigkeitsverlust, erleichtert aber die spätere Verarbeitung erheblich.

Noch besser: Erst kochen, dann einfrieren

Wer möglichst viel Aroma erhalten möchte, verarbeitet die Tomaten am besten noch vor dem Einfrieren. Als selbst gemachte Tomatensauce, passierte Tomaten oder Suppengrundlage überstehen sie die Tiefkühltruhe deutlich besser als roh.

Durch das Einkochen konzentriert sich der Geschmack, gleichzeitig leidet die Qualität beim Auftauen weniger. So hat man auch Monate später noch eine aromatische Basis für Pasta, Pizza oder Schmorgerichte griffbereit.

Wie lange halten gefrorene Tomaten?

Grundsätzlich lassen sich eingefrorene Tomaten mehrere Monate aufbewahren. Zwar können sie – ähnlich wie anderes tiefgekühltes Gemüse – bis zu einem halben Jahr oder länger haltbar sein, geschmacklich lohnt es sich jedoch, sie möglichst früh zu verbrauchen. Je länger sie im Gefrierfach liegen, desto stärker nimmt das Aroma ab. Zum Auftauen wandern sie am besten über Nacht in den Kühlschrank. Anschließend können sie wie Dosentomaten direkt weiterverarbeitet werden.

Oft reicht schon die richtige Lagerung

Nicht jede Tomate muss gleich ins Gefrierfach. Tatsächlich ist der Kühlschrank für die roten Früchte meist keine gute Idee. Dort ist es ihnen zu kalt, wodurch sie an Aroma verlieren und ihre Konsistenz leidet.

Ideal ist ein schattiger Platz bei Zimmertemperatur, an dem die Tomaten offen liegen und genügend Luft bekommen. Unreife Früchte können dort problemlos nachreifen. Weil Tomaten das Reifegas Ethylen abgeben, sollten sie möglichst getrennt von anderem Obst und Gemüse gelagert werden – sonst reifen auch Bananen, Mangos oder Avocados schneller als gewünscht.

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.08.2026, 12:48