In den Mägen von 15 toten Elefanten des Amboseli-Nationalparks in Kenia sind viele Tomaten gefunden worden, sagte Isaac Lekoolol, Leiter der Abteilung für Veterinärmedizin der Kenya Wildlife Service (KWS) dem nationalen Fernsehen. Diese Tomaten könnten laut der Behörde von Bauern mit Zyankali besprüht worden sein.
Das Naturschutzgebiet liegt im Süden, gleich an der Grenze zu Tansania. Dort leben auch Bauern, deren Felder immer wieder von Elefanten heimgesucht werden. Die Dickhäuter fressen dann die Ernte. Solche Konflikte zwischen Bauern und Wildtieren sind in Kenia keine Seltenheit. Wo genau die Elefanten vergiftet wurden, ist derzeit noch nicht bekannt.
Frühere Angaben des KWS zeigen, dass 10 von 15 Elefanten ähnliche Symptome hatten. 5 der 15 Kadaver konnten wegen der starken Verwesung nicht mehr untersucht werden.
Die Tiere zeigten laut der Behörde Lähmungserscheinungen. Sie konnten nicht mehr aufstehen und starben dann innerhalb von ein bis zwei Tagen. Besonders betroffen waren Elefantenkühe und ihre Kälber. Die Parkbehörde warnt, dass eine Vergiftung mit Zyankali auch für andere Wildtiere und Weidetiere wie Ziegen und Rinder schwerwiegende Folgen haben kann. Für Menschen besteht derzeit keine unmittelbare Gefahr.
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Der Amboseli-Nationalpark in Kenia ist bekannt für seine Artenvielfalt und die Aussicht auf den Kilimandscharo, der gleich hinter der Grenze zu Tansania liegt. Elefantenherden und die weiten Savannenlandschaften locken jedes Jahr Zehntausende Besucher an. Das Land rund um den Park gehört den Massai.