Ein frischer Salat gehört für viele im Sommer einfach dazu. Doch bevor die Blätter auf dem Teller landen, stellt sich eine Frage, über die in vielen Küchen diskutiert wird: Sollte man Salat zuerst waschen oder zuerst schneiden? Und reicht normales Leitungswasser überhaupt aus?
Ob Kopfsalat, Rucola, Feldsalat oder Eisbergsalat – alle Blattgemüse kommen während des Anbaus mit Erde, Staub, kleinen Insekten und Mikroorganismen in Kontakt. Bei konventionell angebautem Salat können außerdem Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf den Blättern haften. Deshalb gilt: Salat sollte grundsätzlich immer gründlich gewaschen werden, bevor er auf dem Teller landet, unabhängig von der Sorte oder Herkunft.
Viele fragen sich, ob Wasser allein wirklich genügt oder ob Essig, Natron oder spezielle Gemüsewaschmittel notwendig sind. Tatsächlich ist sauberes Leitungswasser vollkommen ausreichend: Wer die Blätter unter fließendem Wasser gründlich abspült und vorsichtig mit den Händen abreibt, entfernt den Großteil von Schmutz, Erde und möglichen Rückständen.
Essigwasser kann zwar antibakteriell wirken, ist laut Experten für den normalen Haushalt jedoch nicht notwendig. Eine Methode, die sämtliche Mikroorganismen vollständig entfernt, gibt es ohnehin nicht.
Viele glauben, dass eng geschlossene Salatköpfe wie Eisbergsalat oder Romanasalat kaum verschmutzt sein können. Doch auch zwischen den dicht übereinanderliegenden Blättern können sich Schmutzpartikel oder Keime verstecken. Deshalb empfehlen Experten, die Blätter vom Strunk zu lösen und jedes einzelne Blatt gründlich unter fließendem Wasser zu reinigen.
Eine der häufigsten Fragen lautet: Wann kommt das Messer zum Einsatz? Auch wenn es praktischer erscheint, den Salat zuerst kleinzuschneiden und anschließend zu waschen, empfehlen Ernährungsexperten genau die umgekehrte Reihenfolge.
Der Grund: An den frischen Schnittstellen gehen beim Waschen leichter wasserlösliche Vitamine und andere wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Werden die Blätter zuerst gewaschen und erst danach geschnitten, bleiben mehr Nährstoffe erhalten.
Ja. Zwar wird Bio-Salat ohne chemisch-synthetische Pestizide angebaut, doch Erde, Staub, kleine Tiere oder Mikroorganismen können sich genauso auf den Blättern befinden wie bei konventioneller Ware. Das gründliche Waschen bleibt deshalb auch bei Bio-Produkten ein wichtiger Schritt, nicht wegen möglicher Pestizide, sondern aus hygienischen Gründen.
Nach dem Waschen lohnt sich ein weiterer Handgriff: Überschüssiges Wasser sollte möglichst gründlich entfernt werden. Mit einer Salatschleuder oder vorsichtigem Abtupfen bleiben die Blätter schön knackig und das Dressing haftet später deutlich besser.