Wer aus dem Urlaub heimkehrt, hat oft mehr im Gepäck als geplant. Denn nicht nur Muscheln, Sand und Erinnerungen können als Souvenirs die Heimreise antreten – auch invasive Arten können sich unbemerkt einschleichen.
Besonders das eigene Auto wird dabei zum möglichen Transportmittel. Viele Reisende fahren mit dem Pkw nach Italien, Frankreich, Kroatien oder in die Schweiz. Im Gepäck landen dann mitunter Obst, Gemüse oder Pflanzen. Genau hier können sich unerwünschte Mitbringsel verstecken.
In Obst- und Gemüsekisten oder in den Wurzelballen von Olivenbäumen und Lavendelsträuchern können sich Insekten und andere Tiere verbergen. Zurück in der Heimat besteht die Gefahr, dass sie sich ausbreiten.
Doch die blinden Passagiere müssen nicht zwingend im Gepäck sitzen. Wer im Urlaub mit offenem Fenster oder offenen Autotüren unterwegs ist, kann ungebetene Gäste direkt ins Fahrzeug locken. Fußraum, Kofferraum und Zwischenräume werden so schnell zum Versteck.
Die Empfehlung der Fachleute ist deshalb klar: Nach der Rückkehr sollte das Auto gründlich gereinigt werden. Besonders der Innenraum gehört sorgfältig ausgesaugt und ausgewischt.
Eine Fahrt durch die Waschanlage kann sinnvoll sein. Auch Gepäckstücke sollten direkt nach der Ankunft kontrolliert, ausgesaugt und ausgewischt werden.
Bei Koffern und Kleidung sind zwar Ameisen, Spinnen und andere Insekten seltener das Problem. Dafür können sich dort Bettwanzen verstecken. Sind die kleinen Parasiten erst einmal in der Wohnung, können sie sich rasch in Schlaf- und Wohnbereichen ausbreiten. Die Folge: unangenehme Bisse und schlaflose Nächte.
Wer nach dem Urlaub also nicht nur Sand aus dem Auto entfernen will, sollte genauer hinsehen. Denn das gefährlichste Souvenir ist manchmal jenes, das man gar nicht bemerkt.