In München wird das Wasser knapp - und jetzt reagiert die Stadt mit harten Maßnahmen. Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat eine sofort gültige Allgemeinverfügung erlassen, die den Wasserverbrauch streng einschränkt.
Konkret verboten ist das Befüllen und Betreiben privater Pools, das Bewässern von Rasenflächen und das Waschen von Autos außerhalb von Waschanlagen. Wer dagegen verstößt, riskiert Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.
Wie es beim Spiegel heißt, ist der tägliche Wasserverbrauch zuletzt auf mehr als 360 Millionen Liter gestiegen - normal sind rund 300 Millionen Liter. Die angekündigten Regenfälle reichen nicht aus, um die Lage zu entspannen.
Die Anordnung geht noch weiter: Terrassen, Wände und Hofflächen dürfen ebenfalls nicht mit Wasser abgespritzt werden - auch nicht mit Hochdruckreinigern. Gärten darf man nur außerhalb der Zeiten von 9 bis 19 Uhr gießen, ausgenommen ist wassersparende Tröpfchenbewässerung.
"Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühling sind die vorhandenen Ressourcen der Wasserversorgung Münchens derzeit äußerst strapaziert", erklärte Krause. Er appellierte an die Bürger, sich an die Regeln zu halten, damit sich die Grundwasserpegel erholen können.
Die Verfügung gilt voraussichtlich bis Anfang August und betrifft auch sieben Gemeinden im Münchner Umland. Das Entnehmen von Wasser aus Seen, Flüssen und Gräben für private Zwecke ist ebenfalls untersagt.