"Am Hüttentisch"

Pressknödelsuppe – der Hütten-Klassiker mal anders

In Salzburg, auf 2.020 Metern, betreiben Evelyn und Tom die erste fleischlose Schutzhütte der Alpen. Der "Heute" verraten sie ihren Hütten-Klassiker.
Jochen Dobnik
26.07.2026, 10:04
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Auf 2.020 Metern Seehöhe, mitten im Salzburger Lungau, ist die Franz Fischer Hütte weit mehr als nur ein Zwischenstopp für Wanderer.

Hier haben Evelyn Matejka und Tom Burger einen Ort geschaffen, der für ehrliche Gastfreundschaft, gelebte Nachhaltigkeit und bewussten Genuss steht.

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Mit ihrer kreativen, regionalen und rein pflanzlichen Küche machte Evelyn die Franz Fischer Hütte zur ersten veganen Schutzhütte der Alpen und bewies, dass traditionelle Hüttenkost auch ohne Fleisch begeistert.

Während sie in der Küche neue Lieblingsgerichte kreiert, sorgt Tom Sommer für Sommer mit viel Herzblut dafür, dass sich Gäste aus aller Welt willkommen fühlen.

Seit zehn Jahren führen Tom Burger und Evelyn Matejka die Franz Fischer Hütte im Naturpark Riedingtal im Salzburger Lungau.
Georg Kukuvec

Mit ihrem Buch "Am Hüttentisch" (Pichler Verlag) holen die beiden dieses besondere Hüttengefühl nun ins Tal.

Neben mehr als 40 veganen Rezepten – von kräftigen Suppen über herzhafte Knödel bis zu süßen Mehlspeisen – gewährt das Buch auch einen persönlichen Einblick in den Alltag auf der Hütte.

Tom erzählt von bewegenden Begegnungen, besonderen Momenten und dem Leben im Rhythmus der Berge. So entsteht eine Mischung aus Kochbuch und Hütten-Tagebuch, die Lust auf nachhaltigen Genuss und eine Auszeit in den Tauern macht.

Zutaten (für vier Portionen)

  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 EL vegane Margarine
  • ca. 200 ml Sojadrink
  • 100 g gegarte weiße Bohnen
  • 100 g gegarter Mais
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 g Knödelbrot
  • 2 gekochte Kartoffeln
  • 5 EL Hefeflocken
  • 1 Prise gemahlene Muskatnuss
  • ½ TL Kala Namak
  • 2–3 EL frisch gehackte Petersilie
  • 2 EL getrocknete Salatkräuter, alternativ getrocknete oder frische Brennnesselblätter
  • 2 EL Maisstärke
  • evtl. 2–3 EL Semmelbrösel
  • Rapsöl zum Formen der Knödel
  • Gemüsefond oder Zwiebelsuppe zum Servieren
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Die Zwiebel schälen und fein würfeln. In Margarine glasig dünsten, mit Sojadrink aufgießen und kurz erwärmen. Vom Herd nehmen.

Bohnen und Mais abspülen und abtropfen lassen, dann mit dem Pürierstab zerkleinern. Evtl. ein wenig Sojadrink dazugeben, um eine schön breiige Konsistenz zu erhalten. Mit Zitronensaft abschmecken.

„Das ultimative Seelenfutter, das uns nach einem langen Tag voller Erlebnisse zur Ruhe kommen lässt. Besonders nach dem Wandern, wenn die frische Bergluft den Appetit geweckt hat, gibt es kaum etwas Besseres, als sich mit einer dampfenden Suppe zu stärken.“
Evelyn Matejka & Tom Burger

Knoblauch schälen und fein hacken. Das Knödelbrot in eine Schüssel geben. Die gekochten Kartoffeln mit einer Gabel oder mit der Hand zerdrücken und mit Knoblauch, allen Gewürzen (Hefeflocken, Muskat, Salz, Pfeffer, Kala Namak), Petersilie, getrockneten Kräutern und der Bohnen-Mais-Paste zum Brot geben. Die warme Sojadrink-Zwiebel-Mischung darübergießen, alles miteinander vermengen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Zum Binden die Maisstärke unterkneten. Falls der Teig zu feucht ist, Brösel hinzufügen, bis eine formbare Masse entsteht. Nochmals 5 Minuten ruhen lassen.

Das Backrohr auf 185 °C Heißluft vorheizen.

Etwas Rapsöl in eine kleine Schüssel geben, die Hände damit benetzen und die Masse zu runden Knödeln formen. Flach drücken und auf ein gefettetes Backblech legen. Im Backrohr 10 Minuten garen, dann wenden und nochmals ca. 10 Minuten backen, bis die Pressknödel knusprig und schön braun sind.

In heißem Gemüsefond oder Zwiebelsuppe servieren.

Tipp: Die Knödel schmecken auch auf einem bunten Salatteller mit einem Schnittlauchdip.

Die Knödel halten in einer gut verschlossenen Frischhaltebox im Kühlschrank 7–10 Tage oder einzeln auf einem Teller eingefroren und dann in Tiefkühlbeutel verpackt Monate im Tiefkühler. Zum erneuten Aufwärmen gleich in die heiße Flüssigkeit legen (ca. 3 Minuten) oder abgedeckt im Backrohr bei 120 °C ein paar Minuten erwärmen.

{title && {title} } dob, {title && {title} } 26.07.2026, 10:04