Außen knusprig, innen herrlich luftig: Zeppole di San Giuseppe zählen zu den berühmtesten Süßspeisen Italiens. Die traditionellen Brandteigkrapfen stammen aus Süditalien, insbesondere aus Kampanien und Apulien, und werden dort jedes Jahr am 19. März, dem Josefstag und zugleich Vatertag, zubereitet.
Die Ursprünge der süßen Spezialität reichen weit zurück. Erstmals schriftlich festgehalten wurde das Rezept 1837 im Kochbuch des neapolitanischen Gastronomen Ippolito Cavalcanti, doch ähnliche Gebäckvarianten soll es in Kampanien bereits im 15. Jahrhundert gegeben haben.
Heute sind Zeppole in ganz Italien beliebt – wenn auch mit regionalen Unterschieden. Während sie im Salento gerne mit Schokoladencreme gefüllt werden, kommen in Kalabrien Kartoffeln in den Teig und eine Ricotta-Creme ins Innere. Auf Sizilien wird die Spezialität sogar aus Reismehl zubereitet und mit Orangenhonig serviert.
Eines haben jedoch alle Varianten gemeinsam: Zeppole di San Giuseppe sind ein himmlisches Dessert, das italienische Backtradition und puren Genuss perfekt miteinander verbindet.
Die Kartoffeln kochen, noch warm schälen und anschließend fein zerstampfen. In einer großen Schüssel Mehl, Hefe, Zucker und die abgeriebene Zitronenschale vermengen. Den Kartoffelstampf hinzufügen und anschließend Öl, Eier, lauwarme Milch sowie Zitronensaft einarbeiten.
Alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen. Den aufgegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals kräftig durchkneten. Anschließend etwa 50 Gramm schwere Portionen abteilen und zu fingerdicken Strängen rollen. Die Enden zusammendrücken, sodass kleine Ringe entstehen, leicht mit Mehl bestäuben und erneut rund eine Stunde ruhen lassen.
Die Teigringe bei 120 bis 150 Grad in einer Fritteuse oder in einem hohen Topf mit heißem Pflanzenfett goldbraun ausbacken. Danach auf Küchenpapier abtropfen lassen und noch warm großzügig in Zimt-Zucker wenden.
Am besten schmecken die Zeppoli frisch und warm serviert.