Am Mittwochabend lohnt sich der Blick in Richtung Himmel, denn über Niederösterreich ist eine markante partielle Sonnenfinsternis zu sehen. In St. Pölten beginnt das Schauspiel gegen 19.22 Uhr, die stärkste noch sichtbare Phase wird kurz nach 20.10 Uhr erreicht. Im westlichen Niederösterreich bleibt die Sonne ein paar Minuten länger über dem Horizont.
Der Kollmitzberg ist für die Finsternis fast wie gemacht: Auf 469 Metern hast du nahezu freie Sicht in alle Himmelsrichtungen. Dazu liegt der Aussichtspunkt weit im Westen Niederösterreichs, wo die Sonne etwas später untergeht als im Osten des Landes.
Die Aussichtswarte auf 730 Metern ist jederzeit zugänglich und bietet einen weiten Rundblick über das Mostviertel. Für Mittwochabend solltest du dir dort einen Platz mit möglichst freier Sicht Richtung Westnordwest suchen.
Rund um die Basilika reicht der Blick beinahe über das gesamte Mostviertel und weit darüber hinaus. Der Höhenrücken ist außerdem vergleichsweise bequem erreichbar und damit eine gute Wahl, wenn du nicht erst nach einer längeren Wanderung deinen Beobachtungsplatz erreichen willst.
Mit 960 Metern ist der Jauerling die höchste Erhebung der Wachau und bietet entsprechend viel Weitblick. Am besten suchst du dir bereits vor Beginn der Finsternis eine freie Stelle am Gipfelplateau, bei der keine Bäume den tiefen Westhorizont verdecken.
Auf 1.017 Metern gehört der Nebelstein zu den höchsten Bergen des Waldviertels und ist für seinen weiten Panoramablick bekannt. Wer hier beobachten will, sollte allerdings Stirnlampe und feste Schuhe einpacken, denn nach der Finsternis wird es beim Rückweg rasch dunkel.
Die Retzer Windmühle ist nicht nur eines der bekanntesten Fotomotive im Weinviertel. Vom Windmühlenhügel eröffnet sich ein weiter Blick über Retz und die umliegende Rebenlandschaft, gerade am Abend ist die Lage besonders stimmungsvoll.
Der 491 Meter hohe Buschberg ist die höchste Erhebung des Weinviertels und bietet einen breiten Blick über Äcker, Wälder und Hügel. Ein kleiner Minuspunkt am Mittwoch: Die Alpenvereinshütte hat dienstags und mittwochs geschlossen, Verpflegung solltest du also selbst mitbringen.
Ganz im Osten Niederösterreichs bietet der Braunsberg einen eindrucksvollen Blick über Donau, Marchfeld und die Umgebung. Der Berg ist sogar für spektakuläre Sonnenuntergänge bekannt – allerdings verschwindet die Sonne hier etwas früher als im westlichen Niederösterreich, daher solltest du rechtzeitig oben sein.
Das Wetter dürfte jedenfalls mitspielen. Für Mittwoch kündigt GeoSphere Austria strahlenden Sonnenschein an, selbst über den Bergen sollen sich nur wenige Quellwolken bilden.
Wichtig: Auch während einer partiellen Sonnenfinsternis darfst du niemals ungeschützt direkt in die Sonne schauen. Verwende eine geeignete Sonnenfinsternisbrille und auch bei Ferngläsern oder Teleskopen ausschließlich dafür vorgesehene Sonnenfilter.