"Mit diesem heutigen Start setzen wir einen Meilenstein in der Energiewende. Es gilt alles zu tun, die Energiewende voranzutreiben. Denn das Klima verändert sich, das zeigen uns nicht nur die Statistiken, das zeigt uns die derzeitige Hitzeperiode und wir alle spüren das Tag für Tag", so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Am Dienstag, 11. August, wurden das "Schwarmspeicher"-Pilotprojekt in Wolkersdorf (Bezirk Mistelbach, NÖ) gestartet. Orts-Trafos werden dabei um Batterien erweitert. Erneuerbare Energie soll in Niederösterreich so noch effizienter genutzt werden können.
Hauptursache für den Klimawandel sei laut der Landeshauptfrau, dass fossile Energie genutzt werde: "Deswegen ist Niederösterreich auf einem guten und vor allem sehr erfolgreichen Weg mit der Produktion von erneuerbarer Energie: über 40 Prozent der erneuerbaren Energie aus Wind und Sonne kommt für ganz Österreich aus Niederösterreich."
Mit dem neuen Schwarmspeicher-System könne überschüssige Energie gespeichert und bei Bedarf genutzt werden. "Für solche Visionen braucht es Visionäre", erklärt sie.
Dieses Vorhaben sei ein "wesentlicher Beitrag, um die Energiewende voranzutreiben. Eine Erfolgsgeschichte, die bei uns in Niederösterreich seinen Ursprung hat und die weit über Niederösterreich fortgeschrieben wird."
"Wir wollen möglichst viele Schwarmspeicher im Ortsnetz integrieren, weil sie den Überschussstrom in der Region verwerten, die Netze entlasten und die Preise stabilisieren. Jede Gemeinde kann von diesem Konzept profitieren", so Rudolf Schütz, SPL Tele-Chairman.
Der Schwarmspeicher nimmt überschüssigen Photovoltaik-Strom von Haushalten und Gewerben dort auf, wo er entsteht, und gibt ihn bei Bedarf wieder ans Netz. Mit diesen Speichern wird das Stromnetz entlastet und die Effizienz gesteigert, weil der Strom nicht in höhere Netzebenen übertragen werden muss.
Der Netzbetreiber erhalte Planungssicherheit sowie mehr Kapazität im bestehenden Netz und Batteriebetreiber bekommt schneller einen Netzzugang – das sei eine "Win-Win-Win"-Situation.
Die NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus und die Universität für Weiterbildung Krems (NÖ) unterstützen das Vorhaben. Gesamt werden zunächst 24 Speicher bei zehn Trafo-Standorten gebaut. Das Speichervolumen ergibt dann circa fünf Megawattstunden.
Bis Jahresende soll es die ersten Ergebnisse geben. Wenn das Projekt erfolgreich ist, werde eine Einführung ab 2027 in Niederösterreich geplant.