Sommer, Sonne, Sand zwischen den Zehen: Für viele gehört Barfußlaufen am Strand zum perfekten Urlaub. Doch ausgerechnet dort kann ein winziger Parasit lauern. Hakenwurmlarven können über die Haut in den menschlichen Körper gelangen und unangenehme Beschwerden auslösen, berichtet "Chip.de".
Besonders häufig kommen Hakenwürmer in tropischen und subtropischen Regionen vor. Dazu zählen beliebte Reiseziele wie Thailand, Indonesien, Mexiko, Brasilien, Indien oder die Karibik. Allerdings ist das Problem nicht auf Fernreisen beschränkt: Auch im Mittelmeerraum können die Parasiten vorkommen.
Besonders auf Stränden mit frei laufenden Hunden und Katzen ist Vorsicht angesagt. Bestimmte Hakenwürmer leben im Darm der Tiere, ihre Eier gelangen über den Kot in die Umwelt. Im Boden entwickeln sich daraus winzige Larven.
Direkter Hautkontakt mit belastetem Sand kann dann ausreichen. Die nur rund einen halben Millimeter kleinen Larven können sich in die Haut bohren. Gefährdet sind daher nicht nur Deine Füße: Auch wer sich direkt in den Sand setzt oder legt, kann sich die ungebetenen Urlaubsgäste einfangen.
Das Risiko lässt sich relativ einfach reduzieren. Ein Handtuch oder eine Strandmatte verhindert direkten Kontakt mit dem Sand. Schuhe bieten zusätzlichen Schutz, selbst Sandalen können das Risiko bereits senken. Bei Kindern ist ebenfalls Vorsicht angesagt. Sandburgen sollten sie bevorzugt im feuchten Sand nahe dem Wasser bauen. Eier und Larven finden sich eher in trockenen Bereichen.
Hat sich eine Larve in die Haut gebohrt, kann sich die Eintrittsstelle zunächst röten und stark jucken. Besonders auffällig wird es in den folgenden Tagen: Unter der Haut können geschlängelte, gerötete Linien entstehen.
Der Grund: Die Larven wandern unter der Haut weiter und verursachen dabei Entzündungen. Die sichtbaren Gänge können sich täglich um mehrere Millimeter oder sogar Zentimeter verlängern.
Für die betreffenden Tier-Hakenwürmer ist der Mensch allerdings ein Fehlwirt. Die Larven können sich in der menschlichen Haut nicht normal weiterentwickeln und sterben üblicherweise nach einigen Wochen ab.
Wer nach einem Strandurlaub ungewöhnlich starken Juckreiz oder wandernde, geschlängelte Hautveränderungen bemerkt, sollte die Beschwerden ärztlich abklären lassen. Die Infektion kann bei Bedarf medikamentös behandelt werden.