Tierische Flaschenkinder

Mutterseelenallein: Katzenkinder schreien um Hilfe

Zwei mutterlose Katzenbabys kämpften in Eberstalzell ums Überleben. Trotz voller Kapazitäten nahm das Tierparadies Schabenreith die Winzlinge auf.
Heute Tierisch
17.08.2026, 08:44
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Sie waren völlig auf sich gestellt und ohne ihre Mutter kaum überlebensfähig: Zwei winzige Katzenbabys wurden in Eberstalzell (OÖ) entdeckt. Obwohl das Tierparadies Schabenreith längst über seiner Kapazitätsgrenze arbeitet, nahm die Tierschutzorganisation die hilflosen Findelkinder auf. Jetzt kämpfen die Kleinen ums Überleben.

Verzweifeltes "Miau"

Es waren herzzerreißende Schreie, die aufmerksame Tierfreunde auf die beiden Winzlinge aufmerksam machten. Am 13. August wurden in Eberstalzell zwei mutterlose Katzenbabys entdeckt. Die Kleinen waren völlig auf sich allein gestellt – von ihrer Mutter fehlte jede Spur.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

In diesem jungen Alter können Katzen noch nicht für sich selbst sorgen. Sie brauchen Wärme, Schutz und vor allem regelmäßig Nahrung. Ohne menschliche Hilfe hätten die beiden Findelkinder daher nur geringe Überlebenschancen gehabt.

Damit die Babys den Hauch einer Chance haben sollen, müssen sie rund um die Uhr betreut werden.
©Tierparadies Schabenreith

Eigentlich gar kein Platz!

Doch wohin mit den Kleinen? Das Tierparadies Schabenreith arbeitet bereits weit über seiner eigentlichen Kapazitätsgrenze. Immer neue Notfälle bringen die Tierheim- und Wildtierauffangstation an ihre Belastungsgrenze. Als der Hilferuf für die beiden Katzenbabys kam, war Wegsehen dennoch keine Option.

„Unsere Kapazitätsgrenze ist längst überschritten. Trotzdem können wir nicht wegsehen, wenn zwei hilflose Katzenbabys ohne ihre Mutter um ihr Leben kämpfen.“
Tierparadies Schabenreith

Die beiden Winzlinge wurden aufgenommen und sind mittlerweile in der Quarantänestation untergebracht. Dort werden sie intensiv betreut und regelmäßig mit dem Fläschchen gefüttert. Wie sich ihr Zustand entwickelt, werden erst die kommenden Tage zeigen.

Rund um die Uhr Betreuung

Gerade die Versorgung derart junger Katzen ist enorm aufwendig. Flaschenkinder sind vollständig auf ihre Pfleger angewiesen und benötigen engmaschige Betreuung. Für eine Tierschutzorganisation, die ohnehin kaum noch Kapazitäten hat, bedeutet jeder weitere Notfall eine zusätzliche Herausforderung. Hinter dem Schicksal der beiden Katzenbabys steckt für die Tierschützer aber auch ein viel größeres Problem: Noch immer werden zu viele Katzen unkontrolliert vermehrt.

Die kleinen Kätzchen müssen jetzt ordentlich kämpfen.
©Tierparadies Schabenreith

"Bitte, bitte lasst Tiere kastrieren"

In Österreich gilt grundsätzlich eine Kastrationspflicht für Katzen, die regelmäßig ins Freie dürfen. Eine Ausnahme besteht unter bestimmten Voraussetzungen für registrierte Zuchtkatzen. Dennoch landen jedes Jahr zahlreiche unerwünschte Jungtiere in Tierheimen und bei Tierschutzorganisationen.

„Solche Fälle wären vielfach vermeidbar, wenn die gesetzliche Kastrationspflicht konsequent eingehalten würde“

Die Botschaft der Tierschützer ist deshalb eindeutig: Kastration verhindert nicht nur ungewollten Nachwuchs. Sie kann auch verhindern, dass winzige Katzenbabys ohne Versorgung zurückbleiben – und ihr Leben beginnt, indem sie verzweifelt um Hilfe schreien müssen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 17.08.2026, 08:44
Weitere Storys