Als die Geschäftsführerin der Pfotenhilfe in Lochen am letzten Wochenende am Heimweg war, stolperte ein völlig verwirrtes Katzenkind neben der gefährlichen Fahrbahn herum. Johanna Stadler hielt natürlich sofort an, bewertete die traurige Situation mit "keine Mamakatze, keine anderen Kätzchen" und packte den kleinen Knopf natürlich ein.
„Das arme Baby, das wir Kitty genannt haben, ist leider völlig blind! Es wäre sicher überfahren worden, wenn ich es nicht durch Zufall gesehen hätte. Unser Tierarzt hat die Augen gereinigt und medikamentös versorgt, aber die sind nicht mehr zu retten. Kitty wird für immer blind bleiben“Johanna Stadler
Die Blindheit kann eine Auswirkung von unbehandelten Katzenschnupfen sein, weshalb man hier definitiv von Vernachlässigung sprechen muss. Doch nicht nur die blinde "Kitty" verursacht auf dem Tierschutzhof große Sorgen, denn momentan ist wieder eine regelrechte Sturmflut an kleinen Kätzchen zu betreuen.
„Wir werden regelrecht mit Kätzchen überhäuft und haben seit dem Frühling so viele Katzenbabys mit dem Flascherl aufgezogen, wie noch nie. Zur Spitzenzeit waren es 22 gleichzeitig. Wenn wir das letzte Kätzchen fertig gefüttert hatten, schrie das erste schon wieder nach Nachschub! An Schlaf ist da kaum zu denken.“
Vor allem ein Waisentrio namens "Uschi", "Carlo" und "Marcello" liegt den Tierschützern am Herzen. Ihre Mutter wurde vergiftet und konnte sich nicht lange genug um ihre Kinder kümmern. Sie waren gerade einmal ein paar Tage alt, als diese starb. Glücklicherweise konnte das Trio gefunden und zur Pfotenhilfe gebracht werden. Die drei kleinen Helden mussten sofort zum Tierarzt, der sie gegen ihren Durchfall und Schnupfen behandelte, damit sie gesund aufwachsen können.
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"Wir beherbergen derzeit auch einige Fundkatzen, die kurz vor der Geburt stehen", sagt Stadler. "Sie dürfen bei uns in Ruhe und Frieden ihre Babys zur Welt bringen, nachdem sie trotz ihrer prekären Lage zuvor ausgesetzt wurden. Und leider gibt es auch 2026 immer noch Menschen, die ihre Katzen nicht kastrieren lassen und es vorziehen, den ungewollten Nachwuchs samt Mutter bei uns abzugeben, aber wenigstens nicht erschlagen, wie es erschreckenderweise teils immer noch gemacht wird, obwohl darauf bis zu zwei Jahre Gefängnis stehen!"