Er ist gerade einmal 13 Wochen alt und musste bereits um sein Leben kämpfen: Katerbaby Fridolin wurde mit zwei gebrochenen Vorderbeinen am Straßenrand in Tulln gefunden. Jetzt kämpft sich der kleine Schmusekater am Assisi-Hof in Stockerau zurück ins Leben.
Eigentlich sollte Fridolin in diesem Alter nichts anderes kennen als Spielen, Fressen, Schlafen und neugierige Entdeckungstouren. Doch für den erst 13 Wochen alten Kater wurde die Welt plötzlich zu einem Ort voller Schmerzen.
Schwer verletzt und völlig verängstigt wurde das Katzenbaby am Straßenrand in Tulln entdeckt. Vermutlich war Fridolin von einem Auto erfasst worden. Danach blieb er verletzt zurück. Wie lange der kleine Kater dort ausharren musste, ist nicht bekannt, aber fest steht: Ohne rasche Hilfe hätte seine Geschichte wohl ein trauriges Ende genommen.
In der Tierklinik Tulln begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Das medizinische Team stabilisierte Fridolin und untersuchte das Ausmaß seiner Verletzungen. Die Röntgenbilder brachten eine erschütternde Diagnose: Beide Vorderbeine waren gebrochen. Zusätzlich bestand der Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma.
Die schweren Brüche der Oberarmknochen mussten in einer aufwendigen Operation versorgt werden. Dabei bestand laut Österreichischem Tierschutzverein auch das Risiko, den Speichennerv zu verletzen – eine Komplikation, die für den kleinen Kater langfristige Folgen hätte haben können. An beiden Vorderbeinen wurden schließlich sogenannte Fixateure angebracht. Sie stabilisieren die gebrochenen Knochen und sollen Fridolin die bestmögliche Chance geben, wieder auf seine Pfoten zu kommen.
Doch neben der Sorge um seine Gesundheit bleibt eine weitere Frage offen: Woher kommt Fridolin? Dass das Katzenbaby auf der Straße geboren wurde und als Streuner lebte, hält man am Assisi-Hof für unwahrscheinlich.
„Fridolin ist keine Streunerkatze. Dafür ist der kleine Kater viel zu zutraulich und verschmust.“Alfred KoflerLeiter der Tierpflege, Assisi-Hof Stockerau
Möglicherweise ist Fridolin entlaufen. Doch auch eine andere, besonders traurige Möglichkeit kann nicht ausgeschlossen werden: dass jemand den kleinen Kater ausgesetzt hat.
Die Operation war erst der Anfang. In den kommenden zwei bis drei Monaten braucht Fridolin intensive Betreuung, regelmäßige Kontrolluntersuchungen und Physiotherapie. Sind seine Knochen vollständig verheilt, wartet voraussichtlich noch eine weitere Operation auf ihn. Die eingesetzten Implantate müssen wieder entfernt werden, um die Wachstumsfugen des jungen Katers möglichst zu schonen.
Doch es gibt Grund zur Hoffnung: Gerade junge Katzen besitzen ein bemerkenswertes Heilungspotenzial, und Fridolin scheint fest entschlossen, diese Chance zu nutzen.
Mittlerweile erholt sich das Katerbaby am Assisi-Hof in Stockerau. Dort bekommt Fridolin Medikamente und medizinische Betreuung – aber auch etwas, das nach seinem schlimmen Erlebnis mindestens genauso wichtig ist: Geborgenheit. Denn trotz allem, was der kleine Kater erlebt haben muss, hat er sein Vertrauen in Menschen nicht verloren.
„Trotz seiner schweren Verletzungen zeigt sich der kleine Kater neugierig, verschmust und ausgesprochen menschenbezogen. Er genießt jede Streicheleinheit“
"Fridolin hat in seinem kurzen Leben bereits unvorstellbares Leid erfahren. Umso beeindruckender ist sein Vertrauen in den Menschen und sein ungebrochener Lebensmut", sagt Kofler. "Wir werden alles daransetzen, damit er vollständig gesund werden kann."
Für den Österreichischen Tierschutzverein bedeutet Fridolins Rettung allerdings auch hohe Kosten. Neben der komplizierten Operation müssen Medikamente, Antibiotika, Schmerztherapie, Infusionen, Kontrolluntersuchungen und die weitere Rehabilitation finanziert werden. Dazu kommt später voraussichtlich die Operation zur Entfernung der Implantate.
Möchtest auch du "Fridolins" Genesung mitgestalen? Dann klicke bitte HIER und unterstütze die wertvolle Arbeit des Österreichischen Tierschutzvereins, damit kleine Kämpfer wie der tapfere Babykater die besten Chancen bekommen. DANKE.
Jetzt muss der erst 13 Wochen alte Kämpfer nur noch eines schaffen: wieder gesund werden und irgendwann auf vier Pfoten in ein Leben starten, das hoffentlich sehr viel schöner wird als seine ersten Wochen.