Tierischer Immigrant

Immer öfter! Jetzt sprechen Experten über dieses Tier

Die Schwarzbäuchige Tarantel breitet sich in der Steiermark aus, gilt laut Experten aber als harmlos und stellt keine Gefahr für Menschen dar.
Heute Tierisch
07.08.2026, 07:43
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Die Schwarzbäuchige Tarantel, wissenschaftlich Hogna radiata, breitet sich seit einigen Jahren in der Steiermark rasant aus. Zum ersten Mal wurde sie 2014 gesichtet. Seitdem wird genau beobachtet, wo sie überall auftaucht. Immer wieder hört man Gerüchte, dass diese Spinne gefährlich sein soll. Aber wie viel ist wirklich dran?

Du kannst die Schwarzbäuchige Tarantel das ganze Jahr über antreffen, egal ob Tag oder Nacht. Am liebsten lebt sie unter Steinen in kleinen Röhren. Aber auch in Häusern findet sie immer wieder Unterschlupf. Die Zahl der Spinnen steigt vor allem im ländlichen Süden der Steiermark stark an. Mittlerweile wandert sie aber laut Naturschutzbund Österreich immer weiter Richtung Norden. Ob sie sich auch in der Obersteiermark dauerhaft ansiedelt, ist noch offen. In den letzten fünf Jahren hat die Tarantel ihren Lebensraum von der slowenischen Grenze bis in die Bezirke Weiz, Graz-Umgebung, große Teile des Burgenlands und heuer erstmals auch nach Kärnten ausgeweitet.

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„Vor allem an wärmeren Orten breiten sich Spinnen wie diese zusehends aus. Das war schon vor Jahrzehnten so.“
Johannes GeppPräsident des Naturschutzbundes Steiermark

Ein Beispiel dafür ist die Wespenspinne, die erst in den letzten Jahrzehnten in Österreich heimisch wurde. Der Einfluss der neuen Arten auf das heimische Ökosystem sei laut Gepp kaum spürbar: "Natürlich verschiebt sich die Population heimischer Spinnen mit ähnlichem Jagdverhalten ein wenig." Wirklich bedrohlich sei das aber nicht.

Die Schwarzbäuchige Tarantel schaut der heimischen Winkelspinne zum Verwechseln ähnlich. Auffällig ist ihr schwarzer Bauch. Sie wird bis zu 25 Millimeter groß, wobei die Weibchen meist etwas größer sind als die Männchen.

Wie es sich für eine Wolfsspinne gehört, jagt sie ohne Netz – meist in der Dämmerung oder nachts. Im Vergleich zur Südrussischen Tarantel, die derzeit ebenfalls auf dem Vormarsch ist (vor allem an der Grenze zu Niederösterreich und im Burgenland), bleibt sie aber kleiner. Die Südrussische Tarantel kann bis zu 35 Millimeter groß werden und zählt damit zu den größten Spinnen Europas.

Auf den ersten Blick wirkt die große Spinne oft ziemlich furchteinflößend. Aber Angst brauchst du keine zu haben, meint Gepp: "Fakt ist, die Spinne sieht womöglich etwas gefährlich aus, ist aber völlig harmlos." In der Steiermark ist bis jetzt kein einziger Biss bekannt. Gepp rät: "Sollte man der Schwarzbäuchigen Tarantel zu Hause über den Weg laufen, lässt sich das Problem mit einem Gurkenglas und einem kleinen Spaziergang in den Wald ganz einfach lösen."

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.08.2026, 07:43