Die Südrussische Tarantel fühlt sich im Osten Österreichs offenbar immer wohler. Obwohl die große Spinne normalerweise erst im Herbst häufiger auftaucht, hat der Naturschutzbund heuer bereits zwei Sichtungen gemeldet bekommen, das berichtet 5 Minuten.
Entdeckt wurden die Tiere im Bezirk Mistelbach und im Bezirk Mödling in Niederösterreich. Laut Carolina Trcka-Rojas vom Naturschutzbund wurden beide Exemplare "an Feldrändern entfernt von Siedlungen" gefunden, so 5 Minuten. Überraschend sei das nicht, denn aktuell seien die Tiere noch eher in freier Wildbahn unterwegs.
Die Südrussische Tarantel gilt als größte Spinne Mitteleuropas. Ihre Heimat liegt ursprünglich in der eurasischen Steppe bis nach Russland und Osteuropa. In Österreich breitet sie sich seit Jahren vor allem im Nordosten aus - besonders in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland.
Viele Menschen erschrecken beim Anblick der großen Spinne. Gefährlich ist sie laut Experten aber nicht. "Sie ist zwar groß, aber nicht gefährlich", erklärt Trcka-Rojas. Erst wenn es im Herbst kühler wird, suchen die Tiere häufiger die Nähe zu Häusern, um geeignete Plätze zum Überwintern zu finden.
Im Vorjahr sorgte eine Burgenländerin für Aufsehen, nachdem sie eine Südrussische Tarantel in ihrem Haus entdeckt hatte. Die Frau brachte die Spinne schließlich wieder nach draußen. Laut Naturschutzbund sollte man gefundene Tiere möglichst etwas weiter entfernt vom Haus aussetzen. Der Grund: "Sie erinnert sich nämlich, wo sie ins Haus reingegangen ist."
Wer eine Südrussische Tarantel entdeckt, kann die Sichtung online auf der Plattform "Naturbeobachtung" melden. Die aktuelle Verbreitungskarte zeigt jedenfalls klar: Rund um Wien und im Nordosten Österreichs hat sich die imposante Spinne längst etabliert. Sogar aus der Steiermark gab es bereits eine einzelne Meldung.