In wohlverdienter Pension

10.205 Einsätze! Piloten-Legende hob zu letztem Flug ab

Die Zahlen sprechen für sich: 8.040 Flugstunden, 10.205 Einsätze: Piloten-Legende Günter Grassinger (65) hob am 4. Mai zu seinem letzten Flug ab.
Erich Wessely
15.05.2026, 05:30
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"Ich habe Schlosser und Installateur gelernt, meine Laufbahn startete dann aber beim Bundesheer", erinnert sich Günter Grassinger im "Heute"-Gespräch. 1993 war er als Freelancer zum ÖAMTC gekommen, 1997 folgte der fixe Wechsel, ab 2001 flog er den Christophorus 2 in Krems, seit 2007 leitete er auch den Stützpunkt. Unter seiner Federführung etablierten sich zudem die Nachtflüge. Seine Motivation: "Ich wollte immer Menschen in Not helfen."

Die fliegerische Laufbahn von Günter Grassinger startete beim Bundesheer: "Ich bin eingerückt und beim Bundesheer geblieben", im Zuge des Grundwehrdienstes in Langenlebarn verfestigte sich der Gedanke, Pilot zu werden. "Es hat geheißen, beim Bundesheer suchen sie immer wieder Piloten und ich sollte mein Glück versuchen."

Seit 1990 Fluglehrer

Im März 1985 absolvierte der heute 65-Jährige in Zeltweg den Grundkurs auf die Saab Safir, weitere Ausbildungsschritte folgten nach und nach. 1990 absolvierte er die Ausbildung zum Fluglehrer, dockte dann als Freelancer im Juli 1993 beim ÖAMTC an, mit 1. April 1997 folgte der fixe Wechsel als Pilot zum ÖAMTC.

Zuerst war er als "Springer" und Transportpilot in Innsbruck stationiert, hatte er später Einsätze mit dem C1, dem C2, dem C3 und dem C4 (in den Jahren 1999 und 2000) und mit dem C6 in Zell am See: "Damals waren wir 15 Piloten insgesamt, jetzt sind wir 85."

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2001 folgte der fixe Wechsel zum C2 nach Krems, am 1. Juni 2007 übernahm Grassinger zudem den Stützpunkt.

Nachtflüge etablierten sich

Im Jänner 2017 wurde unter seiner Federführung der zweijährige Nachtflug-Probebetrieb absolviert, "unfallfrei", betont Grassinger, seit 2019 sind Nachtflüge etabliert – und vom Einsatzgeschehen nicht mehr wegzudenken.

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Letzter Flug am 4. Mai

Am 4. Mai absolvierte er nun seinen letzten Flug, "am 6. Mai hatte ich Geburtstag, ab dem Zeitpunkt darf man gewerblich nicht mehr fliegen". Es sei eine wunderschöne Zeit gewesen, er betonte, dass trotz Alphatieren, die am Werk sind "immer die Teamleistung zählte, ich hoffe, mir ist das gelungen, auch vorzuleben".

Helmpflicht ausdehnen

Grassingers Appell zum Abschied: Die Helmpflicht engmaschiger auslegen, "speziell was die E-Scooter betrifft".

Nun hat der 65-Jährige mehr Zeit für seine Familie – einen 10-jährigen Sohn mit seiner Partnerin sowie zwei ältere Kinder aus der früheren Beziehung, dem Garteln und anderen Hobbys. Auf die Frage nach seinen speziellsten Einsätzen sagt Grassinger: "Es steckt immer wieder natürlich viel Leid dahinter, ich wünsche hier nichts hervorzuheben. Wichtig war und ist: Man muss funktionieren."

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