Ein größerer Ölfilm auf der Donau hat am Donnerstag zahlreiche Feuerwehren in Ober- und Niederösterreich beschäftigt. Mehrere Ölsperren wurden errichtet, um eine weitere Ausbreitung der Verunreinigung zu verhindern. Die Ursache ist derzeit noch unklar.
Ein Spaziergänger hatte den Ölfilm laut "ORF NÖ" am späten Vormittag im Bereich des Greiner Hafens in Oberösterreich entdeckt. Daraufhin rückten Spezialkräfte der Feuerwehren Hütting und Mauthausen aus. Auch auf der niederösterreichischen Uferseite standen Einsatzkräfte im Einsatz.
Mithilfe von Drohnen verschafften sich die Feuerwehren einen Überblick über die Lage. Laut Bezirksfeuerwehrkommando Perg dürfte der Ölfilm mittlerweile eine Länge von zehn bis zwölf Kilometern erreicht haben.
"Ein hoher Materialaufwand ist notwendig bei so viel Öl im Wasser, um eine Gefahr für die Umwelt so gering wie möglich zu halten", erklärte Einsatzleiter Klaus Kurzbauer gegenüber dem "ORF NÖ".
Die Behörden in Ober- und Niederösterreich arbeiten gemeinsam an der Eindämmung und Beseitigung der Verunreinigung. Eine unmittelbare Gefahr für die Umwelt bestehe derzeit laut Feuerwehr aber nicht.
Der Einsatz dürfte dennoch noch länger andauern. Am Donnerstagnachmittag floss laut Einsatzkräften weiterhin Öl nach.
Der kilometerlange Ölfilm auf der Donau konnte von den Einsatzorganisationen in Oberösterreich und Niederösterreich erfolgreich bekämpft werden, teilten am frühen Abend der Amstettner Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber und der Kollmitzberger Kommandant Thomas Haunschmied mit. Auf niederösterreichischer Seite waren die Feuerwehren Ardagger-Markt, Neustadtl, Oberholz, Stefanshart und Kollmitzberg im Einsatz.
Mit einer großen Ölsperre wurde das Öl auf der Donau gebunden, weiters mittels kleinerer Ölsperren die Donauzuflüsse sowie Fischteiche geschützt. Die größere Ölsperre soll bis ca. 19 Uhr im Einsatz sein, die kleineren bis morgen früh. "Die Gefahr ist gebannt, ein größerer Umweltschaden konnte abgewendet werden", so Katzengruber. Er und Haunschmied würdigen die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen: Wasserpolizei, Polizei, Behörden, Bezirkshautmannschaften Perg und Amstetten unter Anton Geister und die Feuerwehren aus dem Bezirk Amstetten und Oberösterreich.