Der schreckliche Mord an der 18-jährigen Schülerin Alisia I. erschüttert derzeit ganz Rumänien. Besonders brisant: Der mutmaßliche Täter hätte eigentlich noch hinter Gittern sitzen sollen. Stattdessen wurde er vorzeitig entlassen – und soll nun erneut getötet haben.
Bóné J. (39) war laut "Bild" 2008 wegen eines brutalen Mordes verurteilt worden. Damals erschlug er laut Gerichtsakten einen Mann mit einer Axt. Dafür fasste er 20 Jahre Haft aus. Doch nach knapp 17 Jahren kam er auf Bewährung frei. Ein Gericht entschied im Frühjahr 2025, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgehe. Nur wenige Monate später folgte die nächste Bluttat.
Die junge Alisia absolvierte gerade ein Praktikum auf dem Bauernhof eines Freundes ihrer Familie im kleinen Dorf Parhida im Nordwesten Rumäniens, nahe der ungarischen Grenze. Die Zwölftklässlerin einer Agrarschule kümmerte sich dort unter anderem um Ziegen. Auch der spätere Täter arbeitete nach seiner Freilassung als Hirte auf dem Hof mit.
Am Freitagmorgen eskalierte die Situation plötzlich. Laut Ermittlern soll Bóné J. die junge Frau in ein gelb blühendes Rapsfeld gezerrt haben. Dort soll er die 18-Jährige getötet haben. Besonders tragisch: Kurz zuvor hatte Alisia noch lächelnd Fotos in dem Feld gemacht.
Ihr Vater schilderte später im lokalen Fernsehen unter Tränen die grausamen Details. Der Täter habe seiner Tochter die Kehle durchgeschnitten. "Sie konnten meine Tochter nicht retten", sagte Zsolt I. verzweifelt.
Nach der Tat versteckte sich der Verdächtige stundenlang mitten im Rapsfeld. Polizisten entdeckten ihn schließlich mit Hilfe einer Wärmebildkamera aus der Luft. Bei der Festnahme soll noch Blut an seinem T-Shirt geklebt haben. In einem später veröffentlichten Polizeivideo gestand der Mann laut Behörden, mehrfach mit einem Taschenmesser auf den Hals der jungen Frau eingestochen zu haben.
Die Obduktion zeigt außerdem, wie heftig sich Alisia gegen ihren Angreifer gewehrt haben muss. Laut Bericht biss und kratzte sie den Täter im Kampf um ihr Leben. Ermittler gehen derzeit davon aus, dass Eifersucht hinter der Tat steckt. Der 39-Jährige soll der Schülerin immer wieder Avancen gemacht haben – sie habe ihn jedoch zurückgewiesen.
Am Sonntag wurde die junge Frau begraben. "Wir sind eine kaputte Familie! Solche Gefühle und Schmerzen wünschen wir niemandem", schreibt Papa Zsolt auf Facebook. Gleichzeitig übt er scharfe Kritik am Notrufsystem. Hilfe sei erst nach vielen Anrufen und anderthalb Stunden eingetroffen. "Ich bettelte auf Knien, zu kommen, damit unser Mädchen gerettet wird."
Nun stehen die rumänische Justiz und Regierung massiv unter Druck. Viele Menschen fragen sich: Hätte dieser Mord verhindert werden können?