Das US-Verteidigungsministerium gibt die Kosten für den Iran-Krieg mittlerweile mit 29 Milliarden Dollar an, das sind etwa 25 Milliarden Euro. Pentagon-Finanzchef Jules Hurst hat diese Zahl am Dienstag bei einer Budget-Anhörung im Kongress genannt. Das sind rund vier Milliarden Dollar mehr als Ende April, als Verteidigungsminister Pete Hegseth noch eine niedrigere Summe angegeben hat.
Hurst erklärte bei der Anhörung, an der auch Hegseth und Generalstabschef Dan Caine dabei waren, das Pentagon habe die Kosten am 29. April noch auf 25 Milliarden Dollar geschätzt. Wegen aktualisierter "Kosten für die Reparatur und den Ersatz von Ausrüstung" liege man jetzt aber eher bei 29 Milliarden Dollar.
Abgeordnete der oppositionellen Demokraten haben der Regierung mangelnde Transparenz bei den tatsächlichen Kriegskosten vorgeworfen. Sie wollen außerdem mehr Klarheit über die langfristige Strategie im Iran.
Hegseth wies Warnungen als "übertrieben" zurück, dass der Krieg die US-Munitionsreserven gefährlich geschwächt habe. "Wir haben reichlich von dem, was wir brauchen", sagte er vor den Abgeordneten.
Hegseth, der sich "Kriegsminister" nennt, hat für das kommende Jahr eine Rekord-Haushaltssumme von 1,5 Billionen Dollar für sein Ministerium eingeplant. Das sind etwa 50 Prozent mehr als im laufenden Jahr. Das Pentagon begründet den Anstieg unter anderem mit der von Präsident Donald Trump angekündigten "Goldenen Flotte" moderner US-Kriegsschiffe und den teuren Plänen für ein Raketenabwehrsystem namens "Golden Dome" (also: Goldene Kuppel).
Der Haushalt braucht die Zustimmung des Kongresses. Auch in den eigenen Reihen von Trumps Republikanern gibt es Zweifel, ob man den Wählern einen so starken Anstieg beim Militärbudget erklären kann. Im November stehen die Zwischenwahlen zum Kongress an, die als wichtiger Stimmungstest für Trump gelten. Laut Umfragen ist die Zustimmung unter anderem wegen des Iran-Kriegs gesunken.