Sport

Frühe Probleme beim Debüt von Susie Wolff

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:28

Susie Wolff nimmt beim Grand Prix von Großbritannien am Freitag im Cockpit eines Williams-Boliden als erste Frau seit 22 Jahren an einem Formel-1-Wochenende teil. Doch schon am Start gab es Probleme!

Susie Wolff nimmt beim Grand Prix von Großbritannien am Freitag im Cockpit eines Williams-Boliden als erste Frau seit 22 Jahren an einem Formel-1-Wochenende teil. Doch schon am Start gab es Probleme!

Die Schottin Susie Wolff steuerte ihren Williams um 10.05 Uhr Ortszeit auf den Kurs im englischen Silverstone, musste mit dem Auto nach nur wenigen Runden wegen Problemen mit dem Öldruck jedoch auf den Rasen geschoben werden. "Es ist sehr enttäuschend. Nach all der harten Arbeit nur eine schnelle Runde gefahren zu sein ist hart, aber so ist die Formel 1 eben manchmal", ärgerte sich die Schottin.

"Das war heute nicht mein Tag, aber ich behalte den Kopf oben, werde weiter hart arbeiten und sicherstellen, dass in Hockenheim mein Tag sein wird", blickt Wolff in die Zukunft. Dasselbe Motorenproblem ereilte Lewis Hamilton im zweiten Training, .

Nur 5 Frauen in der Geschichte

Bislang kamen in der Geschichte der Königsklasse des Motorsports nur fünf Frauen zu Einsätzen. 1992 versuchte es zuletzt Giovanna Amati, doch die Italienerin schaffte es nie, sich für ein Rennen zu qualifzieren. Wolff beendet nun die Durststrecke. Die Britin wird das erste Freitagstraining in Silverstone und auch zwei Wochen später in Hockenheim bestreiten. Allerdings nur das Training, beim Rennen setzt der Traditionsrennstall wieder auf das Duo Felipe Massa und Valtteri Bottas. Die Ersatzpilotin will sich aber für ein Cockpit für 2015 empfehlen.

Dass die Ehefrau von Mercedes Motorsportchef Toto Wolff schnell ist, bewies sie nicht nur in der DTM. war sie schneller als manche männlichen Kollegen. Bei den Mai-Testfahrten in Barcelona ließ sie sogar Sebastian Vettel hinter sich.

Susie ohne Furcht, Toto aber nicht

Die 31-Jährige zeigte sich vor ihrer Premiere furchtlos. "Ich weiß, dass ich sehr schnell sein werde und dass Dinge passieren können. Ich hatte einige schlimme Unfälle, aber ich ging dann einfach sofort wieder raus. Angst kommt mir nie in den Sinn", erklärte Wolff in einem Interview mit dem britischen "Telegraph".

Angst hat eher ihr Ehemann Toto. "Er ist eine große Unterstützung, aber er mag es nicht, mich auf der Strecke zu beobachten. Vor einem Rennen sagt er als letztes zu mir: 'Mach einen guten Job, aber fahr sicher, in Ordnung?' Ich nicke dann einfach und sage 'Ja, ja.'", verriet die Schottin.

Vorbild für junge Frauen

Sie hofft, dass ihre Trainingsfahrt jungen Rennfahrerinnen Mut gibt, ihren Weg weiter zu verfolgen. "Ich wäre gerne ein gutes Vorbild. Es gibt so viele Promis und Reality-TV-Stars, die völlig grundlos berühmt sind. Wir brauchen mehr Frauen, zu denen man aufblicken kann", so Wolff.

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