Der ÖFB-Kapitän Christian Fuchs rechnet vor dem Auswärtsspiel in Liechtenstein am Freitag (ab 20.30 Uhr im "Heute.at"-Live-Ticker) mit einem Geduldsspiel. Der Linksverteidiger rechnet damit, dass sich der Gegner tief in der eigenen Hälfte einmauern wird. "Die Liechtensteiner werden mit Mann und Maus verteidigen."
Der ÖFB-Kapitän Christian Fuchs rechnet vor dem ) mit einem Geduldsspiel. Der Linksverteidiger rechnet damit, dass sich der Gegner tief in der eigenen Hälfte einmauern wird. "Die Liechtensteiner werden mit Mann und Maus verteidigen, sich einbetonieren."
Der Plan ist ein aggressives Auftreten der ÖFB-Auswahl: "Wir müssen sie früh stören, ihnen den Wind aus den Segeln nehmen und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken", stellte der Kapitän klar. Dass auch die Kicker aus dem Fürstentum spielen können, konnte das rot-weiß-rote Team beim Videostudium sehen: "Sie können Fußball spielen, wenn man ihnen Platz lässt."
Der Kapitän zieht Vergleiche zum hat erarbeiteten 2:1-Erfolg über Moldawien, wäre mit einem "dreckigen Sieg" schon mehr als zufrieden. "Wir sind einen Schritt weiter. In so einem Match hätten wir in der Vergangenheit wahrscheinlich unentschieden gespielt oder verloren."
Keine Vorentscheidung
Vorzeitig ein Ticket buchen will der ÖFB-Legionär selbst im Falle eines - eingeplanten - Sieges nicht. Die Punkte würden nur im Falle eines Patzers in der Endabrechnung fehlen. "Auch mit drei Punkten mehr ist Frankreich noch weit weg. Wir haben noch drei schwere Auswärtsspiele." Für Teamchef Marcel Koller wird gerade die Chancenauswertung ein Schlüssel zum Erfolg sein. Selbst nach einer schnellen Führung wird noch nichts entschieden sein, vermutet der Schweizer: "Sie werden ihr Glück bei Standardsituationen und Kontern suchen."
Von einem Pflichtsieg spricht der Teamchef trotz der klaren Favoritenrolle Österreichs nicht: "Die Spieler sind fokussiert. Die Stimmung ist gut, aber nicht überheblich. Sie glauben nicht, dass sie locker drei Punkte holen werden." Den Schlüssel zum Erfolg sieht der 54-Jährige im schnellen Spiel: "Kurze Ballkontakte und viel Bewegung. Wir müssen versuchen, unser Spiel zu spielen."
Koller hat Plan B
Sollte dieser Spielstil nicht fruchten, hat sich der ÖFB-Teamchef auch einen Plan B ausgedacht. Sollte es im Finish weiterhin unentschieden stehen, will der Schweizer sein Team mit langen Bällen operieren lassen. "Aber ich denke nicht, dass so etwas in diesem Spiel gut wäre, weil dann der Ball oft beim Gegner oder im Out ist", so Koller.