Wegen Skandal-Norweger

"Fühle mich verraten!" Raimund trotz Olympia-Gold sauer

Olympia-Gold für Philipp Raimund – doch der Anzugskandal bei der WM in Trondheim überschattet den Moment.
Sport Heute
10.02.2026, 09:31
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Philipp Raimund feierte bei Olympia seinen größten Triumph – doch statt ausgelassener Freude blieb Wehmut. Der frischgebackene Skisprung-Olympiasieger dachte in seinem Gold-Moment ausgerechnet an Marius Lindvik.

Anzugskandal hallt nach

Der Grund liegt in der WM 2025 in Trondheim, bei der ein Anzugskandal die enge Freundschaft der beiden Athleten zerstörte. Raimund zeigte sich nach seinem Sieg enttäuscht: "Ich hatte ihn wirklich als Freund betrachtet. Aber nach dem Vorfall in Trondheim fühlte es sich wie ein Verrat an, wie ein Schlag ins Gesicht."

Vor der Weltmeisterschaft in Norwegen waren Raimund und Lindvik eng befreundet. Sie verbrachten viel Zeit miteinander, spielten Videospiele und streamten gemeinsam. Doch nach dem Skandal sei der Kontakt abgebrochen. "Ich habe nie eine Entschuldigung oder Ähnliches bekommen. Das macht mich aus menschlicher Sicht etwas traurig", erklärte Raimund nach seinem Gold-Coup gegenüber "Eurosport".

Bei der Heim-WM 2025 in Trondheim sollen die Anzüge von Lindvik und seinem Teamkollegen Andre Forfang manipuliert worden sein. Ein heimlich aufgenommenes Video deckte den Vorfall auf. Lindvik wurde daraufhin Silber aberkannt und gemeinsam mit Forfang suspendiert. Beide saßen ihre Sperren jedoch noch vor der laufenden Olympia-Saison ab. Lindvik durfte seinen WM-Titel von der Normalschanze behalten, bestreitet aber bis heute, von der Manipulation gewusst zu haben.

"Sind auch nur Menschen"

Trotz allem zeigt sich Raimund versöhnlich. Der 25-Jährige betonte: "Wenn einer von ihnen zu mir käme und sagen würde: 'Hey, es tut mir wirklich leid, dass das passiert ist', dann würde ich ihnen wahrscheinlich verzeihen. Wir sind auch nur Menschen."

Der norwegische Verband reagierte auf den Skandal mit harten Maßnahmen und tauschte weite Teile des Trainer- und Betreuerteams aus. Cheftrainer Magnus Brevig wurde wegen seiner Rolle für 18 Monate gesperrt.

Für Raimund bleibt dennoch ein bitterer Beigeschmack an seinem größten sportlichen Tag. "Ich bin schon etwas traurig, dass es nie dazu gekommen ist, vor allem, weil ich mit ihm befreundet war", sagte der Olympiasieger.

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