Nach Babler-Alleingang

Olympia in Österreich? Jetzt spricht Kanzler Stocker

Nach der Idee von Vizekanzler Babler, die Winterspiele nach Österreich zu holen, äußert sich nun Kanzler Stocker im "Heute"-Talk zu diesem Thema.
Georg Steinschnack
10.02.2026, 06:58
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Olympia in Österreich! Eine Diskussion, die zum Start jeder Spiele wieder aufkommt. Befeuert wurde sie diesmal durch Vizekanzler Andreas Babler, der die Idee ins Spiel brachte, nach Olympia 1976 in Innsbruck wieder Winterspiele auszurichten: "Wir wissen, dass das ein kräftiges Signal und eine wirtschaftliche Wertschöpfung für Österreich wäre. Darum muss man für dieses Thema offen und visionär sein", so der Vizekanzler. Demnach habe man sich im Regierungsprogramm darauf verständigt, gemeinsam an einer Strategie zu arbeiten, um sportliche Großveranstaltungen ins Land zu holen.

Es heißt warten

Diese Diskussion, welche vor allem durch den Vizekanzler inszeniert wurde, scheint derzeit die österreichische Innenpolitik zu beschäftigen. "Heute" fragte im Österreicher-Haus bei Bundeskanzler Christian Stocker nach, inwiefern dieser Vorgang von Andreas Babler abgesprochen gewesen ist. "Ich weiß, dass die Frage kommt, ob etwas abgesprochen ist. Mich interessiert vor allem, ob es eine gute Idee ist. Ich persönlich finde es nicht schlecht, wenn man darüber diskutiert."

Bis es soweit sein könnte, wird allerdings noch etwas Zeit verstreichen. Die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen sowie jene 2034 im US-Bundesstaat Utah sind bereits vergeben. Für 2038 gilt eine Austragung in der Schweiz als wahrscheinlich. Danach wäre Europa vorerst nicht mehr an der Reihe, sodass der nächste realistische Zeitpunkt für Österreich die Spiele 2046 wären. Entsprechend unkonkret sind die aktuellen Planungen der Bundesregierung. "Wir sprechen von einem langen Zeit-Horizont, da braucht es jetzt keinen 'Hurra'-Regierungsbeschluss, sondern es müssen die Vorbereitungen getroffen werden. Ich werde jedenfalls nicht mehr in der Politik sein, wenn es soweit ist."

Förderung des Spitzensports in Österreich

Doch damit die Austragung der Winterspiele in Österreich Sinn ergeben würde, braucht es auch Spitzensportler, die dort in Zukunft Erfolge feiern können. ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer sieht in einer möglichen Bewerbung die Chance, den Sport in Österreich langfristig zu stärken: "Wir brauchen in Österreich eine sehr gute Infrastruktur für unsere Spitzensportler. Eine Bewerbung für die Austragung der Olympischen Spiele wäre ein großer Schub in diese Richtung. Deshalb kann ich der Idee, dies zu prüfen, nur wohlwollend zustimmen."

Ähnlich sieht es Bundeskanzler Stocker, der jedoch einen weiteren Ansatz verfolgt. "Der Spitzensport kommt aus der Breite. Wir müssen Strukturen schaffen, damit sich daraus Hochleistungssport entwickeln kann. Zusätzlich wollen wir das Bewusstsein schaffen, dass Bewegung nicht nur ein gesundheitliches Thema ist. Vielmehr gilt es, bereits bei den Kindern anzufangen und beispielsweise die seit langem geforderte tägliche Bewegungsstunde im Zuge der Bildungsreform auch wirklich umzusetzen." Es bleibt also spannend, ob es 2046 heißt: "Wir heißen die Welt in Österreich willkommen."

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