Wer den Führerschein macht, muss einen Sehtest ablegen. Dabei wird geprüft, ob für das Führen eines Fahrzeugs eine Brille, Kontaktlinsen oder andere Hilfsmittel nötig sind. Das Ergebnis wird auf dem Führerschein in Feld 12 dokumentiert - und genau dieses Feld sollte jeder Autofahrer kennen.
Der Haken: Im Laufe des Lebens kann sich die Sehstärke ändern. Wer während der Fahrschule perfekte Sicht hatte, kann Jahre später auf eine Brille angewiesen sein. Umgekehrt gilt: Steht im Führerschein ein Sehhilfe-Code, muss man diese auch tragen.
Die Schlüsselzahlen im Feld 12 haben folgende Bedeutung, berichtet chip.de: 01.01 steht für Brille, 01.02 für Kontaktlinsen, 01.03 für Schutzbrille, 01.05 für Augenschutz und 01.06 für Brille oder Kontaktlinsen.
Wer ohne die eingetragene Sehhilfe fährt und kontrolliert wird, muss in Deutschland mit einem Verwarngeld von 25 Euro rechnen. Das ist aber noch das kleinste Problem: Bei einem Unfall kann dir Fahrlässigkeit zur Last gelegt werden. Versicherungen zahlen dann möglicherweise nicht - auch bei Fremdverschulden.
Übrigens: Trägst du laut Führerschein eine Brille, hast aber inzwischen deine Augen lasern lassen, musst du das ändern lassen. Da Polizisten bei der Kontrolle weder Brille noch Kontaktlinsen feststellen können, kann auch hier die Weiterfahrt untersagt werden.
Experten empfehlen, regelmäßig die Sehstärke testen zu lassen - auch wenn man bisher keine Brille trägt. Wer Straßenschilder spät erkennt oder nachts schlechter sieht, sollte zum Augenarzt oder Optiker gehen. Eine Ersatzbrille im Auto zu deponieren ist ebenfalls eine gute Idee.