Eine Autopanne endet für einen Lenker mit einer überraschenden Strafe. Der Mann ließ seinen Wagen am Straßenrand stehen und wollte selbst Hilfe organisieren. Weil er keinen Pannendienst verständigte und sein Fahrzeug nicht schnell genug entfernen ließ, wurde er angezeigt, dsa berichtet der ORF.
Der Vorfall ereignete sich bereits im Jänner. Der Lenker war auf einer Landesstraße mit seinem Pkw liegen geblieben. Anschließend fuhr er per Autostopp zu seinem nahegelegenen Unternehmen.
Dort wartete er rund 15 Minuten auf einen Mitarbeiter, der ihm helfen sollte, das Auto wieder flottzumachen.
Einen Pannendienst verständigte der Lenker nicht. Vor Gericht erklärte er laut ORF, "er habe bewusst von einer Verständigung des ÖAMTC abgesehen, weil dies seiner Erfahrung nach länger dauere als die Behebung der Betriebsstörung gemeinsam mit seinem Mitarbeiter."
Doch diese Erklärung reichte nicht. Die Polizei hatte den Mann angezeigt, weil sein Fahrzeug nicht schnell genug von der Straße entfernt worden sei.
Auch das Landesverwaltungsgericht gab ihm nicht recht. Er habe "keine Sorgen für die ehestmögliche Entfernung des Fahrzeuges" getragen. Unter anderem hatte er seinen Mitarbeiter vor seiner Fahrt zum Unternehmen noch "nicht vorher kontaktiert".
Die Strafe wurde deshalb bestätigt. 40 Euro muss der Lenker bezahlen, weil er nicht für eine schnellstmögliche Entfernung seines Autos gesorgt hatte.
Weitere 50 Euro werden fällig, weil er den Schlüssel stecken ließ und dadurch ein Unbefugter mit dem Wagen hätte wegfahren können. Dazu kommen 40 Euro Verfahrenskosten.
Damit muss der Lenker insgesamt 130 Euro bezahlen. Zusätzlich fallen noch die Beschwerdegebühr und allfällige Anwaltskosten an. Die Entscheidung ist rechtskräftig.