Mehr als 600.000 Euro sind mittlerweile zusammengekommen. Nach dem schweren Schicksalsschlag einer Familie aus Satteins in Vorarlberg haben zahlreiche Menschen gespendet. Nun richtet sich die betroffene Mutter erstmals selbst mit emotionalen Worten an die Unterstützer.
Die 36-jährige Sarah hatte im Juli ihren Lebensgefährten Marcel (39) und ihre sechsjährige Tochter Klara bei einem Traktorunfall verloren. Ihre vierjährige Tochter Anna überlebte schwer verletzt.
Marcel hatte mit den beiden Mädchen die Nacht auf einer Hütte verbringen wollen. Als Sarah am folgenden Vormittag nach vielen Stunden nichts von ihrem Partner und ihren Kindern gehört hatte und sie nicht erreichen konnte, machte sie sich selbst auf die Suche.
Dabei entdeckte sie, dass ihr Lebensgefährte und die beiden Kinder offenbar bereits am Vorabend mit einem Traktor verunglückt waren. Für den 39-Jährigen und die sechsjährige Klara kam jede Hilfe zu spät. Anna konnte schwer verletzt gerettet werden.
Bereits einen Tag nach der Tragödie startete eine langjährige Freundin der Familie eine Spendenaktion auf der Plattform GoFundMe. Damit sollte Sarah und ihrer überlebenden Tochter zumindest ein Teil der finanziellen Sorgen genommen werden.
Die Hilfsbereitschaft übertraf alle Erwartungen. Inzwischen wurden mehr als 600.000 Euro gespendet.
Nun meldete sich Sarah auf der Spendenseite selbst zu Wort. "Nach dem tragischen Unfall, bei dem ich meinen geliebten Marcel und meine über alles geliebte Tochter Klara verloren habe, ist für Anna und mich nichts mehr so, wie es einmal war", schreibt die 36-Jährige auch im Namen ihrer Tochter.
Die große Anteilnahme habe sie tief bewegt: "Mit einer solchen Welle der Unterstützung hätte ich niemals gerechnet. Sie berührt mich zutiefst und macht mich unendlich dankbar"
Die Spenden könnten den Verlust zwar nicht lindern, würden Mutter und Tochter aber eine große Sorge nehmen. "Hinter jeder einzelnen Spende stehen Menschen, die mit uns fühlen, an uns denken und uns in dieser unvorstellbar schweren Zeit helfen möchten. Diese Unterstützung kann unseren Verlust und unseren Schmerz nicht kleiner machen. Sie nimmt mir jedoch viele finanzielle Sorgen und schenkt Anna und mir Sicherheit für unsere Zukunft", schreibt Sarah.
Zum Abschluss richtet die 36-Jährige ihren Dank an alle Menschen, die der Familie seit dem Unfall geholfen haben.
"Ich danke jedem einzelnen Menschen, der gespendet, den Spendenaufruf geteilt, liebe Worte geschrieben oder uns auf andere Weise geholfen hat. Eure Anteilnahme, eure Großzügigkeit und euer Mitgefühl bedeuten mir mehr, als ich in Worte fassen kann. Ich werde niemals vergessen, wie viele Menschen in der dunkelsten Zeit unseres Lebens an unserer Seite standen."
Die enorme Hilfsbereitschaft kann Sarah und Anna ihren Verlust nicht nehmen. Die inzwischen mehr als 600.000 Euro an Spenden geben den beiden aber zumindest finanzielle Sicherheit für die Zukunft.