Wer seinen Führerschein macht, muss auch einen Sehtest ablegen. Dabei wird geprüft, ob zum Autofahren eine Brille, Kontaktlinsen oder andere Hilfsmittel benötigt werden. Das Ergebnis wird in Feld 12 auf der Rückseite des Scheckkartenformat-Führerscheins eingetragen.
Der Haken: Die Sehkraft kann sich im Laufe des Lebens verändern. Wer während der Fahrschule noch perfekt gesehen hat, kann Jahre später auf eine Brille angewiesen sein.
Die Schlüsselzahlen im Feld 12 haben folgende Bedeutungen, wie chip.de berichtet: 01.01 steht für "Brille", 01.02 für "Kontaktlinsen" und 01.06 für "Brille oder Kontaktlinsen". Insgesamt gibt es über 100 verschiedene Codes – von Hörhilfen (02) bis hin zu angepassten Bremsmechanismen (20).
Wer trotz Eintrag im Führerschein ohne Sehhilfe fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einer Geldstrafe belegt. Noch schlimmer: Hat man gar keine Sehhilfe dabei, kann die Weiterfahrt komplett untersagt werden.
Ebenfalls wichtig: Ist im Führerschein etwa eingetragen, dass eine Brille zu tragen ist, dürfen nicht stattdessen Kontaktlinsen getragen werden. Wer die Wahl haben will, muss auch das mit einem eigenen Code eintragen lassen.
Besonders heikel wird es bei einem Unfall. Selbst wenn man nicht schuld ist, kann die Versicherung die Zahlung verweigern, wenn die vorgeschriebene Sehhilfe nicht getragen wurde.
Autofahrer sollten daher regelmäßig prüfen, ob ihre Sehkraft noch den Angaben im Führerschein entspricht.