Smartphone-Test

Keine Angst vor Stürzen – Das Emporia Smart 8 im Test

Schluss mit der Angst vor dem Sprung im Glas! Das Emporia Smart 8 verspricht kostenlosen Ersatz bei Displaybruch. Unser Praxistest zeigt das Ergebnis.
Rene Findenig
04.08.2026, 13:38
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In unserer Redaktion kennen wir die Schrecksekunde nur zu gut: Eine kurze Unachtsamkeit im Alltag genügt, das Mobiltelefon entgleitet den Fingern und schlägt ungebremst auf dem harten Boden auf. Wenn man das Gerät danach zögerlich umdreht, droht oft der Anblick eines gesplitterten Glases. Laut einer Erhebung des deutschen Digitalverbands Bitkom ist eine beschädigte Anzeige mit 77 Prozent tatsächlich das häufigste Schadensbild bei Smartphones, während ein beschädigtes Gehäuse mit 41 Prozent an zweiter Stelle liegt. Dass Mobiltelefone beim Herunterfallen oft direkt auf der Bildschirmseite aufkommen, ist keine Einbildung. Der britische Physiker Robert Matthews untersuchte wissenschaftlich das Phänomen.

Die Ursache liegt in der Drehbewegung beim Sturz. Weil wir das Handy meist auf Brusthöhe halten und die Finger unterhalb des Schwerpunkts ansetzen, entsteht beim Entgleiten eine Rotation. Diese Drehung sorgt dafür, dass das Telefon auf der Anzeigefläche und – im Fall des Physikers – der Buttertoast auf der Butterseite aufschlägt. Matthews erhielt für diese Erkenntnisse im Jahr 1996 den satirischen Ig-Nobelpreis. Der oberösterreichische Hersteller Emporia schickte deshalb im Juli 2026 das Emporia Smart 8 für 499 Euro in den Handel. Das Versprechen: Keine Angst vor Displayschäden mehr! Wir haben uns das erste 5G-Smartphone mit dreifachem Werksschutz für Gehäuse und Bildschirm genauer angesehen.

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Haptik, Schutz und Verarbeitung

Schon beim ersten Anfassen fällt das gut austarierte Gehäuse auf. Mit Abmessungen von 157 Millimetern Länge, 72 Millimetern Breite und einer Höhe von 9 Millimetern liegt der 175 Gramm schwere Prüfling angenehm und solide in der Hand. Die Verarbeitungsqualität macht einen robusten Eindruck, was auch durch die IP54-Zertifizierung unterstrichen wird, die das Gehäuse gegen Staub und Spritzwasser schützt. Interessant ist das mitgelieferte Zubehörpaket. Das patentierte Emporia-Smartcover umschließt das Telefon vollständig und schützt es rundherum. Im Alltagstest zeigte sich der Nutzen dieser Konstruktion: Wichtige Grundfunktionen lassen sich problemlos bedienen, ohne dass man die Hülle aufklappen muss.

Wer das Smartphone lieber ohne Klapphülle nutzt, profitiert von den Gummi-Protektoren an den Ecken, die Stöße an den Kanten abfangen. Austauschen lässt sich beides durch einen Klick-Mechanismus auf der Rückseite des Geräts. Das Herzstück des Schutzkonzepts ist jedoch die Emporia-Display-Garantie. Sollte die Anzeige innerhalb der ersten zwölf Monate ab dem Kaufdatum beschädigt werden, übernimmt der Hersteller die Reparatur kostenlos. Das umfasst nicht nur die Kosten für den neuen OLED-Bildschirm, sondern auch die Arbeitszeit der Techniker sowie die gesamten Transportkosten. Man traue sich dieses Versprechen zu geben, weil das Gerät durch die Gummi-Protektoren und das Smartcover außergewöhnlich gut geschützt sei.

Als weltweit erstes 5G-Smartphone kommt das Gerät mit einer zwölfmonatigen Garantie, die Schäden am Display inklusive Arbeits- und Transportkosten abdeckt.
Rene Findenig

Bildschirmerlebnis und Performance im Alltag

Sobald man das Emporia Smart 8 einschaltet, zeigt sich, wie viel sich im Vergleich zu den Vorgängern getan hat. Hervor sticht das 6,36 Zoll große OLED-Display, das Inhalte dank einer Bildwiederholrate von 120 Hertz flüssig wiedergibt. Die Auflösung beträgt 1.200 x 2.670 Pixel. Bei der Robustheit gibt der Hersteller die MOHS-Ritzbeständigkeit 7 an, was sich im Umgang mit Schlüsselbunden in der Hosentasche bezahlt macht. Im Inneren arbeitet ein Prozessor vom Typ MTK D7300. Im Test erwies sich diese Chip-Kombination zusammen mit 6 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher als ausreichend dimensioniert, um Apps zügig zu öffnen und Menüwechsel ohne Denksekunden auszuführen. Ausreichend für den Smartphone-Alltag.

Für Fotos, Dokumente und Medien stehen intern 128 Gigabyte zur Verfügung. Falls Speicher knapp wird oder man seine Dateien separat ablegen möchte, lässt sich der Speicherplatz per Micro-SD-Karte um bis zu 512 GB erweitern. Das Smartphone nutzt die aktuelle Android-16-Version und kombiniert diese mit der Emporia-Bedienoberfläche. Im Praxiseinsatz überzeugt die Software durch ihre Übersichtlichkeit. Über das Infocenter hat man alle Benachrichtigungen, SMS oder entgangene Anrufe auf einen Blick gebündelt vor sich. Wer beim Umstieg auf ein modernes Smartphone Unterstützung sucht, kann auf das integrierte Trainingsprogramm Emporia Coach zurückgreifen, das Schritt für Schritt durch die wichtigsten Funktionen führt.

Für verlässlichen Schutz sorgen das mitgelieferte Smartcover sowie integrierte Gummi-Protektoren an den Gehäusekanten.
Rene Findenig

Software, Bedienung und Zubehör

Auf der Rückseite findet sich der No-Panic-Button. Dieser physische Notrufknopf bietet im Ernstfall Hilfe per Knopfdruck, lässt sich auf Wunsch aber auch individuell belegen. In unserem Test nutzten wir die Taste als Kamera-Schnellauswahl. Auch bei Hörhilfen zeigt sich der Hersteller durchdacht: Toninhalte werden dank des ASHA-Protokolls direkt und ohne Umwege in hoher Tonqualität an ein gekoppeltes Hörgerät übertragen. Wer klassisch telefonieren möchte, freut sich über eine gute Akustik über die zwei verbauten Mikrofone. Bei Messungen der Hörerlautstärke in fünf Zentimetern Abstand erreicht das Gerät 68 Dezibel(A), während der Klingelton mit bis zu 81 Dezibel(A) auch in lauteren Umgebungen gut hörbar ist.

Für Konnektivität sorgen Wi-Fi 6 (IEEE 802.11 a/b/g/n/ac/ax), Bluetooth 5.4, NFC für kontaktloses Bezahlen sowie eine exakte Standortbestimmung mittels Galileo, GPS, GLONASS und Beidou. Das Smartphone verarbeitet klassische Nano-SIM-Karten und bietet mit einer integrierten eSIM vollwertige Dual-SIM-Funktionalität. Ein echtes Highlight im Alltagstest stellt die Stromversorgung dar. Der verbaute Li-Ion Polymer Akku besitzt eine Kapazität von 3.880 Milliampere-Stunden und erreicht im EU-Energielabel die Höchstnote A. Der Hersteller garantiert eine Haltbarkeit von bis zu 1.000 Ladezyklen, und im Schadens- oder Altersfall lässt sich der Akku vom Nutzer selbst austauschen. Geladen wird alle drei bis vier Tage.

Riesiger Sprung bei der Kamera-Ausstattung

Im Vergleich zu bisherigen Emporia-Smartphones hat sich vermutlich die Kameraausstattung am drastischsten verbessert. Auf der Gehäuserückseite setzt das Emporia Smart 8 jetzt auf eine Zweifach-Kamera, die von einem 50-Megapixel-Hauptsensor angeführt und durch eine 8-Megapixel-Zusatzlinse unterstützt wird. Für Selfies sowie Videotelefonate kommt auf der Vorderseite ein Sensor mit einer Auflösung von 32 Megapixeln zum Einsatz. Klar, mit den besten Kamera-Smartphones kann das Modell trotzdem nicht mithalten und auch in der Preisklasse gibt es viele bessere Geräte. Unter den Senioren-Smartphones ist das Modell jedoch das aktuell stärkste Kamera-Handy am Markt und ermöglicht gute bis sehr gute Bilder.

Im alltäglichen Testbetrieb zeigt sich, dass die Hauptkamera mit ihren 50 Megapixeln ausreichend Reserven bietet, um Erinnerungen und Alltagssituationen detailreich auf dem 6,36 Zoll großen OLED-Bildschirm wiederzugeben. Die Farben wirken dank der Display-Auflösung von 1.200 x 2.670 Pixeln satt und natürlich. Durch die Ergänzung der 8-Megapixel-Linse gelingen auch Aufnahmen mit erweiterter Perspektive oder gezielter Tiefenschärfe gut. Tagsüber hat das Smartphone keinerlei Foto-Probleme und der maximal vierfache Zoom ist brauchbar, nachts sollte man dann auf das Zoomen verzichten, bekommt aber mit der neuen und starken Hauptkamera trotzdem einige sehr gefällige Aufnahmen hin.

Fazit: Noch nie so nahe an klassischem Smartphone

Die 32-Megapixel-Frontkamera überzeugt bei Videocalls und Selbstporträts mit einer scharfen Darstellung. In Kombination mit den zwei verbauten Mikrofonen für klare Sprachübertragung eignet sich das Smartphone ideal für Videotelefonie mit Familie oder Bekannten. Das Emporia Smart 8 ist gleich in mehrfacher Hinsicht erstarkt. Ein wesentlicher Vorteil im Alltag ist die Konfiguration des patentierten No-Panic-Buttons auf der Rückseite des Smartphones: In den Einstellungen lässt sich die Taste so belegen, dass die jeweils meistgenutzte Funktion schnell aktivierbar ist. Die Benutzeroberfläche lässt wieder zwischen einem Android-ähnlichen Erscheinungsbild und einer vereinfachten Emporia-Übersicht wechseln.

Das neue Emporia Smart 8 auf einen Blick

Besonderheiten: Zwölf Monate kostenlose Display-Garantie, Smart-Cover und gummierte Kantenschutz-Protektoren, physischer, belegbarer No-Panic-Button, ASHA-Unterstützung, Trainingsprogramm

Display: 6,36 Zoll OLED (120 Hz), 1.200 x 2.670 Pixel, MOHS-Ritzbeständigkeit 7

Gehäuse: 157 x 72 x 9 mm, 175 g, IP54

Performance: MTK D7300 (Octa-Core: 4x 2,5 GHz + 4x 2,0 GHz), 6 GB RAM, 128 GB ROM, Micro-SD-Kartenslot (bis zu 512 GB), Android 16 mit Emporia-Oberfläche

Kamera: Dual-Kamera mit 50 MP + 8 MP, 32 MP Selfie-Kamera

Audio: 2 Mikrofone, 68 dB(A), Klingelton 81 dB(A)

Akku: 3.880 mAh (Li-Ion Polymer, wechselbar), 33 W kabelgebunden und 15 W kabellos

Konnektivität: 5G, 4G/LTE, 3G, 2G, Dual-SIM (nano-SIM + eSIM), Wi-Fi 6, Bluetooth 5.4, NFC, GPS/Galileo/GLONASS/Beidou, Fingerabdrucksensor, USB-C

Verfügbarkeit: Seit Juli 2026, 499 Euro

In den Messungen hält der Energiespeicher bis zu 190 Stunden im Standby-Betrieb durch und ermöglicht eine kontinuierliche Sprechzeit von bis zu 550 Minuten. Im praxisnahen EU-Akkutest schaffte der Prüfling eine Gesamtlaufzeit von knapp über 50 Stunden. Aufgeladen wird der Akku wahlweise über Kabel mittels USB Power Delivery (33 Watt Schnellladung) oder mit 15 Watt über induktives kabelloses Laden. Und der Prozessor bietet jetzt genug Leistung, um ein flüssiges Arbeiten zu ermöglichen, ohne außergewöhnlich überdimensioniert zu sein. Kurz: Ein Senioren-Smartphone war noch nie so nahe an einem klassischen Smartphone dran – und dennoch bietet das Emporia Smart 8 weiter die simplen Bedienungen, die es besonders macht.

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