Für Rapid wird mit Inter ein "Kindheitstraum wahr"

Hammerlos für Rapid! Die Hütteldorfer treffen in der K.o.-Runde der Europa League auf Inter Mailand. "Eine schöne Aufgabe", sagt Trainer Didi Kühbauer.
Rapid durchlebt eine Achterbahn der Gefühle. Sieg und Aufstieg gegen Glasgow, 1:6-Debakel gegen die Austria inklusive Konflikt zwischen Fans und der Polizei. Am Montag kam wieder eine positive Nachricht hinzu: Die Auslosung des Europa-League-Sechzehntelfinales bescherte den Hütteldorfern einen tollen Gegner – nämlich Inter Mailand. Rapid hat im Hinspiel am 14. Februar Heimrecht. Das Rückspiel steigt eine Woche später.

"Mit Inter kommt ein Klub, über den man nicht viel sagen muss. Die Italiener sind natürlich klarer Favorit, wir können nur überraschen und sollten die Herausforderung mit Freude annehmen", sagt Coach Didi Kühbauer. "Uns steht eine schöne Aufgabe bevor, wir treffen auf einen ganz großen Verein, der auch aktuell eine hervorragende Mannschaft stellt."



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch Kapitän und Italien-Fan Stefan Schwab ist erfreut. "Ein Kräftemessen mit Inter Mailand ist natürlich eine sehr große Sache, ein tolles Los für uns und unsere Fans. Das Stadion San Siro, heute nach Giuseppe-Meazza benannt, ist eine richtige Fußballkathedrale. Ich selbst war als großer Fan des italienischen Fußballs privat auch schon sehr oft dort zu Besuch, da erfüllt sich sicher ein Kindheitstraum. Für uns werden es zwei ganz besondere Duelle, die wir nicht vergessen werden."



Inter hat eine große Vergangenheit, feierte 18 Meistertitel, holte in Italien sieben Mal den Pokal und gewann sowohl die Champions League (2010), als auch den Vorgänger-Bewerb (1964, 1965) und drei Mal den UEFA-Cup. 1994 setzte man sich in zwei Finalspielen gegen Austria Salzburg durch.

Das letzte Duell zwischen Rapid und Inter stieg 1990 in der ersten UEFA-Cup-Runde. "Ich kann mich noch gut erinnern, die damalige Rapid-Mannschaft hat dem auch damals großen Favoriten alles abverlangt", erzählt Kühbauer.



Im angesprochenen Kräftemessen im September und Oktober 1990 konnte Rapid das Heimspiel durch Tore von Heimo Pfeifenberger und Christian Keglevits nach einem Rückstand (Tor durch Lothar Matthäus) noch mit 2:1 gewinnen und schied im Rückspiel, das in Verona ausgetragen wurde, erst durch einen Treffer von Jürgen Klinsmann in der Verlängerung aus – Endstand damals aus Rapid-Sicht 1:3 (die weiteren Tore erzielten Berti und Franz Weber).

In der Serie A liegt Inter aktuell auf Rang drei – hinter Juve und Napoli. Star der Mannschaft von Coach Luciano Spalletti ist Mauro Icardi mit einem Marktwert von 95 Millionen Euro.

Mit Christoph Knasmüllner steht bei Rapid ein ehemaliger Inter-Kicker in den Reihen. Er wechselte 2010 vom Bayern-Nachwuchs zu den "Nerazzuri", kam über die U19 aber nicht hinaus. (red)

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