Sport

GAK-Mitarbeiterin von Staatsanwalt genötigt?

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:46

In Graz bahnt sich ein unfassbarer Justizskandal an. Eine ehemalige GAK-Mitarbeiterin, die als Kronzeugin fungiert, soll vom ermittelnden Staatsanwalt unter Druck gesetzt worden sein.

Seit 2007 ermittelt die Staatsanwaltschaft Graz gegen ehemalige Spitzenfunktionäre des Fußballklubs wegen möglicher Abgabenhinterziehung und Schwarzgeldzahlungen in Millionenhöhe. Wichtige Informationen erhielten die Ermittler dabei von jener Ex-Mitarbeiterin, die selbst als Beschuldigte gilt, aber mehrere Ex-Vereinspräsidenten schwer belastet hat.

Das Magazin "News" gelangte nun an Ermittlungsakten und darin vermerkten Telefonprotokollen mit der Ex-GAK-Mitarbeiterin. Die Gesprächsinhalte nähren den schon länger im Raum stehenden Vorwurf, die Staatsanwaltschaft könnte die Frau in Zusammenhang mit einem anderen Gerichtsverfahren unter Druck gesetzt bzw. mit ihr einen unzulässigen Deal geschlossen haben.

Verfahren gegen Staatsanwalt eingestellt

Nach einer Anzeige im Jänner 2013 ermittelte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt gegen den Grazer GAK-Staatsanwalt Johannes W. wegen des Verdachts der schweren Nötigung und des Missbrauchs der Amtsgewalt. Dieses Ermittlungsverfahren wurde vor einigen Monaten eingestellt. Ein Fortführungsantrag wurde kürzlich abgewiesen. Staatsanwalt W. hat alle Vorwürfe immer bestritten.

Laut einer Stellungnahme der Staatsanwaltschaft Graz im Juli 2013 hieß es, es habe keinerlei Absprachen gegeben und die Ex-GAK-Mitarbeiterin wäre nicht unter Druck gesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft hebt ihrerseits hervor, einige der Beschuldigten im GAK-Verfahren hätten versucht, die Ex-Mitarbeiterin in ihren Aussagen zu beeinflussen. Alle Betroffenen haben sämtliche Vorwürfe immer bestritten. Es gilt die Unschuldsvermutung.

APA/red

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