Felix Gall hat auf der siebten Etappe des Giro d´Italia von Formia über 244 Kilometer zur Bergankunft auf dem Mont Blockhaus überzeugt. Der Decathlon-Fahrer landete als Etappen-Zweiter hinter dem starken Dänen Jonas Vingegaard. Jai Hindley aus Australien hatte als Dritter schon 1:02 Minuten Rückstand. Damit hat Gall einmal mehr seine Spitzenklasse in den Bergen unter Beweis gestellt.
Die Entscheidung war erst auf den besonders steilen letzten Kilometern der ersten Bergankunft bei der diesjährigen Italien-Rundfahrt gefallen. Bis zum 13,4 Kilometer langen Schlussanstieg war Gall noch von Edelhelfer Gregor Mühlberger unterstützt worden. Vingegaard hatte rund sechs Kilometer vor dem Ziel attackiert, zunächst folgte ihm nur Red-Bull-Fahrer Giulio Pellizzari, der dann hinter Gall zurückfiel.
"Ich bin sehr, sehr zufrieden. Ich habe mich gut gefühlt, habe mich geärgert, dass ich nicht am Hinterrad dranbleiben konnte. Es war am Ende aber die bessere Wahl, dass ich mein eigenes Tempo fahren konnte", bilanzierte der Osttiroler höchst zufrieden. Und blickte bereits in die Zukunft: "Es ist erst der Anfang vom Giro, ich bin zufrieden, sehr, sehr glücklich, es ist aber erst die erste schwere Etappe beim Giro, das gibt aber viel Selbstvertrauen."
Mit der starken Leistung hat sich Gall auch ins Spitzenfeld der Gesamtwertung katapultiert, belegt mit 3:34 Minuten Rückstand den dritten Platz. Auf den zweitplatzierten Vingegaard fehlen lediglich 17 Sekunden. Weiterhin überlegen in Führung ist der Portugiese Afonso Eulalio vom Team Bahrain. Er hatte sich erst am Mittwoch das Rosa Trikot geschnappt. Eulalio beendete die Etappe auf Rang 15 (+2:55).
Mühlberger kam als Etappen-20. (+2:57) ins Ziel und ist Gesamt-26. Tobias Bayer liegt auf dem 73. Gesamtrang.