Kater Rossini getötet

Ganze Stadt trauert um berühmten "Katzenbürgermeister"

Am Valentinstag wurde Maskottchen Rossini in Rovigo von einem Auto tödlich erfasst – die ganze Stadt nimmt Abschied vom berühmten Kater.
Newsdesk Heute
17.02.2026, 10:55
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Er war bekannt wie ein bunter Hund – und jetzt ist er tot. Kater Rossini galt als inoffizielles Maskottchen der norditalienischen Stadt Rovigo in Venetien. Ob in der Buchhandlung, bei Sitzungen im Rathaus oder gemütlich auf der Motorhaube eines Polizeiautos: Der rot getigerte Vierbeiner war überall zu Hause.

Am Morgen des Valentinstages dann die traurige Nachricht: Rossini wurde von einem Auto überfahren. Die Stadt reagierte mit einem emotionalen Facebook-Posting. "Er gewann die Herzen aller und wurde Teil unserer Gemeinschaft", heißt es darin.

Auch Bürgermeisterin Valeria Cittadin zeigte sich laut "Kleine Zeitung" tief betroffen: "Deine Abwesenheit hinterlässt eine Leere, aber die Erinnerung an dich wird auf unseren Plätzen, Straßen und in unseren Herzen weiterleben."

Zahlreiche Bewohner teilten am Wochenende Fotos und persönliche Erlebnisse mit dem Kult-Kater. Auch regionale Medien berichteten über das tragische Ende des tierischen Stadtstars.

2013 war Rossini im Alter von einem Jahr aus Bosnien nach Italien gebracht worden. Nachts schlief er im Optikergeschäft "Manfrin" in der Via Angeli. Tagsüber machte er es sich gerne im Schaufenster eines Schmuckladens bequem – zwischen Ketten, Ringen und Armbändern. Seinen Namen verdankte er seinem roten Fell, angelehnt an das italienische Wort "rosso".

Auf Social Media verfolgten Tausende seine Abenteuer. Die italienische Tageszeitung "Corriere del Veneto" nannte ihn den "Katzenbürgermeister".

Und Missgeschicke gab es auch: Einmal musste ihn die Feuerwehr vom Kirchendach holen, ein anderes Mal landete er versehentlich mit einem Lieferwagen in der Toskana – und wurde wieder zurückgebracht.

Für viele war "Rossini" mehr als nur eine Katze. "Du warst nicht nur eine Katze, sondern eine Seele, die uns allen gehörte", schrieb eine Bewohnerin zum Abschied.

Statue geplant

Schon vor seinem plötzlichen Tod war eine Statue für das Stadtmaskottchen geplant. Künstler Alberto Cristini wollte sie am Dienstag der (menschlichen) Bürgermeisterin übergeben.

"Nach Rossinis Ableben bekommt diese Geste eine noch tiefere Bedeutung. Es wird nicht nur eine Statue sein, sondern eine ewige Erinnerung an die Zuneigung, die er zu geben und zu empfangen wusste", so die Stadt dazu: "Rossini wird immer in unseren Herzen bleiben!"

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 17.02.2026, 12:25, 17.02.2026, 10:55
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