Die Berufsfeuerwehr ist aktuell vor Ort und arbeitet mit Hochdruck daran, den Gasaustritt zu stoppen. Es laufen intensive Belüftungsmaßnahmen, gleichzeitig werden laufend Messungen durchgeführt.
Warum es zu dem Gebrechen kam, ist derzeit noch nicht bekannt. Der Einsatz ist weiterhin im Gange. Der Vorfall sorgt für erhebliches Aufsehen unter den Passanten im Bereich des Stephansplatzes.
Nach dem Gasalarm in der Wiener Singerstraße gibt es neue Entwicklungen: Ein Schanigarten wurde mittlerweile abgebaut, damit die Wiener Netze ihre Arbeiten durchführen können. Der betroffene Bereich ist weiterhin abgesperrt.
Das Gasnetz wird laufend mit speziellen Spürgeräten kontrolliert. Dabei wurden lediglich geringste Gaskonzentrationen im Millimol-Bereich festgestellt. Laut Experten sind diese weder für Menschen noch für Tiere wahrnehmbar – es besteht keine Gefahr. Dennoch wird gehandelt: In der Singerstraße dürfte eine Hausanschlussleitung im Boden betroffen sein. Diese wird nun freigelegt und abgedichtet.
Das kleine Gasleck wurde am Freitag durch einen Zufall entdeckt. Zum Einsatz kam dabei moderne Technik: Spezielle Elektroautos der Wiener Netze sind mit Messgeräten ausgestattet. An der Front befindet sich eine Art "Schürze" mit Rohren, die während der Fahrt die Luft analysieren.
Sobald Methan festgestellt wird, schlagen die Geräte an – ein Hinweis auf ein mögliches Leck. Danach kommen noch genauere, händische Spürgeräte zum Einsatz. Diese funktionieren ähnlich wie ein großer Staubsauger und werden direkt über den Boden geführt, um die exakte Stelle zu lokalisieren, erklärt Christian Call, Pressesprecher der Wiener Netze im "Heute"-Talk.
Sobald die betroffene Stelle gefunden ist, wird gezielt aufgegraben und die beschädigte Leitung repariert. Das gesamte Wiener Gasnetz mit rund 4.600 Kilometern Länge wird übrigens alle zwei Jahre überprüft.