Wohnen

Gasrechnung – Frau aus NÖ bleiben 2 Euro zum Leben

Die Gas-Abrechnung bringt eine Pensionistin aus Niederösterreich zum Verzweifeln. Sie muss über 4.000 Euro nachzahlen und monatlich 800 Euro hinlegen. 
Christine Scharfetter
11.07.2023, 10:53
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Die Strom- und Gasjahresabrechnungen lassen seit Monaten zahlreiche Österreicher zittern. Die Nachzahlungen und neue Einstufungen sind für viele nicht mehr leistbar – auch nicht für die 85-jährige Anna aus dem Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich.

Die Witwe soll im Juli 4.331,83 Euro nachzahlen. Geld, das sie weder auf dem Konto hat, noch im Monat bekommt. Doch damit noch nicht genug. Seitens der EVN wurde eine neue Einstufung vorgenommen: 881 Euro monatlich.

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66 Euro im Monat

Selbst ohne der Nachzahlung würden der 85-Jährigen damit nur noch knapp 2 Euro am Tag zum Leben bleiben. Die Witwe bekommt monatlich 1.400 Euro Pension und zusätzlich 750 Euro für ihre Pflegestufe. Davon gehen 1.000 an die Caritas Pflege, zieht man nun noch Gemeindeabgaben, Telefonkosten und Haushaltsversicherung ab, bleiben gerade einmal 66 Euro im Monat übrig – und hier ist die Nachzahlung von über 4.000 Euro noch nicht mit einberechnet.

Damit würde der Pensionistin, die in einem Einfamilienhaus lebt, kein Geld für Essen und Medikamente mehr bleiben. "Ich weiß nicht wie ich das machen soll", beklagt die Österreicherin gegenüber "Heute".

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Anbieter kommt entgegen

Mittlerweile konnte ihr Sohn jedoch Kontakt mit dem Anbieter aufnehmen und dieser zeigte sich zumindest etwas kulant. "Nach telefonischer Rücksprache wurde die monatliche Einstufung auf 400 Euro herabgesetzt." Auch die Nachzahlung von 4.331,83 Euro könne in 15 Monatsraten bezahlt werden – hier warte man allerdings noch auf die Bestätigung der Rechtsabteilung.

Ist dies der Fall, dann kommen monatliche Strom- und Gaskosten von insgesamt 688 Euro auf die 85-Jährige zu. Damit würden ihr zumindest im 259 Euro im Monat bleiben – sprich, immerhin rund 8 Euro am Tag zum Leben.