Der Streit um Operationstermine für Niederösterreicher in Wiener Spitälern spitzt sich zu. Eine von der VPNÖ gestartete Unterschriftenaktion hat laut Partei binnen einer Woche bereits mehr als 10.000 Unterstützer gefunden.
Matthias Zauner, Landesgeschäftsführer von der Volkspartei NÖ, wertet die hohe Beteiligung als klares Signal: "Die niederösterreichischen Landsleute verstehen und akzeptieren nicht, dass der Wohnsitz darüber entscheiden soll, wer operiert wird und wer warten muss." Krankheit kenne keine Landesgrenzen, zudem dürfe die medizinische Versorgung keine Frage des Meldezettels sein.
"Es kann niemand ernsthaft erklären, warum ein ausländischer Sozialhilfeempfänger mit Wiener Meldezettel schneller einen Operationstermin bekommt als eine niederösterreichische Pensionistin, die jahrzehntelang ins Gesundheits- und Sozialsystem eingezahlt hat. Das widerspricht jedem Hausverstand, jeder Logik und jedem Sinn für Gerechtigkeit", so Zauner weiter.
Mit Blick auf den Wiener SP-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker fordert Zauner Konsequenzen und pocht auf Fairness für niederösterreichische Patienten sowie die Einhaltung der bestehenden Vereinbarungen.
Niederösterreich verzichte jährlich auf 500 Millionen Euro für die Behandlung von Gastpatienten. Gleichzeitig erwartet Zauner, dass Niederösterreicher in Wiener Spitälern gleichbehandelt werden – "ohne Wenn und Aber. Deswegen betone ich nochmal in aller Deutlichkeit: Schluss mit Blockieren. Wien muss operieren".