Im Jahr 1977 wurde Microsoft-Gründer Bill Gates im US-Bundesstaat New Mexico von der Polizei verhaftet. Der Grund: Er hatte eine rote Ampel überfahren und war ohne Führerschein unterwegs. Der damals 21- oder 22-jährige Harvard-Abbrecher wurde aufs Revier gebracht, wo das berühmt gewordene Polizeifoto entstand.
Über den Vorfall sprach Gates erst 2007 in einem Porträt für das Time Magazine öffentlich. Zu diesem Zeitpunkt war das Foto längst im Netz gelandet und hatte dort ein Eigenleben entwickelt.
Wie chip.de berichtet, entdeckte der damalige Chefredakteur der Website Ars Technica, Ken Fisher, einen verblüffenden Zusammenhang: In Microsoft Outlook 2010 gab es eine Platzhaltergrafik für das eigene Profilbild, die die Silhouette einer Person zeigte. Bei genauerem Hinsehen war eine erstaunliche Ähnlichkeit zum Umriss von Gates' Polizeifoto zu erkennen.
Legt man die beiden Bilder übereinander, stimmen die Konturen tatsächlich nahezu deckungsgleich. Es liegt die Vermutung nahe, dass ein Entwickler oder Grafiker bei Microsoft den Scherz bewusst in Outlook 2010 eingebaut hat - als sogenanntes Easter Egg.
Offiziell hat sich weder Bill Gates noch Microsoft jemals zu der kuriosen Geschichte geäußert. Ob es sich um einen absichtlichen Insider-Witz oder einen harmlosen Zufall handelt, bleibt damit bis heute ungeklärt.
In späteren Versionen von Outlook wurde die Platzhalter-Silhouette jedenfalls durch andere Methoden ersetzt - etwa durch einen leeren Kreis mit den Initialen des jeweiligen Kontakts.