Menge verdoppelt

Gefährlich – So viel Müll liegt auf Wiens Autobahnen

Ausgerechnet Wien verzeichnet den stärksten Anstieg bei Autobahn-Müll. Die ASFINAG warnt vor gefährlichen Folgen für Verkehr und Mitarbeiter.
Wien Heute
20.07.2026, 19:16
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Während die Müllmenge auf Österreichs Autobahnen 2025 leicht zurückgegangen ist, entwickelt sich Wien zum Negativ-Ausreißer. Laut ASFINAG wurden auf den Autobahnen und Schnellstraßen der Bundeshauptstadt 47 Tonnen Müll eingesammelt – im Vorjahr waren es noch 21 Tonnen. Damit hat sich die Menge innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.

Bundesweit 8.915 Tonnen Müll

Österreichweit wurden im vergangenen Jahr 8.915 Tonnen Müll beseitigt, etwas weniger als 2024. Wien zählt jedoch gemeinsam mit Kärnten, Salzburg, dem Burgenland und Vorarlberg zu den wenigen Bundesländern, in denen die Müllberge weiter gewachsen sind.

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Besonders problematisch ist achtlos weggeworfener Müll direkt auf der Fahrbahn. Flaschen, Dosen oder sogar Papier können bei hohem Tempo zu gefährlichen Hindernissen werden und schwere Unfälle auslösen. Gleichzeitig müssen ASFINAG-Mitarbeiter den Abfall oft unter laufendem Verkehr einsammeln.

„Wer Müll korrekt entsorgt, trägt zum Schutz von Menschen bei und erhöht die Verkehrssicherheit deutlich“
Tamara ChristASFINAG-Geschäftsführerin

"Unsere Mitarbeitenden sammeln den Müll mit Tagesbaustellen auf – das ist immer ein gewisses Risiko für die Kolleginnen und Kollegen. Weil diese Arbeit im Fließverkehr erfolgt, ist bei den Verkehrsteilnehmenden große Aufmerksamkeit gefragt. Und achtlos entsorgter Müll auf der Fahrbahn gefährdet nicht nur die ASFINAG-Mitarbeitenden, sondern eben auch alle anderen Verkehrsteilnehmenden", sagt ASFINAG-Geschäftsführerin Tamara Christ. "Einfach gesagt: wer Müll korrekt entsorgt, trägt zum Schutz von Menschen bei und erhöht die Verkehrssicherheit deutlich."

Mehr als ein Viertel des gesamten Mülls muss händisch eingesammelt werden. Das waren im Vorjahr österreichweit mehr als 2.200 Tonnen. Neben Getränkeflaschen und Verpackungen sorgen auch illegale Müllablagerungen für Probleme. Immer wieder werden Hausmüll, Bauschutt, Möbel oder alte Autoreifen neben den Autobahnen entsorgt – oft, um sich die Entsorgungskosten zu sparen.

Müll kostet jährlich neun Millionen Euro

Die Beseitigung der Müllberge kostet die ASFINAG jährlich rund neun Millionen Euro. Um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, läuft derzeit gemeinsam mit dem ÖAMTC und dem Verkehrsministerium die Sicherheitskampagne "Meine Mama/mein Papa arbeiten für dich. Danke, dass du auf sie aufpasst". Zusätzlich erinnert die ASFINAG auf ihren Überkopfanzeigen regelmäßig mit dem Slogan "Ich bin die Autobahn, kein Mistkübel" daran, Müll nicht aus dem Auto zu werfen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.07.2026, 19:16