Mit dem Start in die Grillsaison steigen in Österreich wieder die Unfallzahlen am Rost deutlich an. Laut der Präventionsinstitution Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) mussten 2025 rund 800 Menschen nach Grillunfällen im Krankenhaus behandelt werden – der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre. Im Schnitt sind es etwa 700 Fälle pro Jahr.
Die häufigste Verletzungsart sind Verbrennungen, die knapp 60 Prozent der Fälle ausmachen. Dazu kommen Schnitt- und Stichverletzungen, etwa beim Reinigen des Grills oder beim Hantieren mit Zubehör.
Besonders auffällig: Der Großteil der Betroffenen ist männlich. Rund 82 Prozent der Verletzten waren Männer. Als Hauptursachen gelten Unachtsamkeit, Ablenkung und Hektik am Grillplatz.
Gefährlich wird es vor allem bei falschen Anzündmethoden. Benzin, Alkohol oder Spiritus können gefährliche Stichflammen auslösen, die sich explosionsartig ausbreiten. Expertinnen und Experten raten deshalb zu sicheren Grillanzündern wie Würfeln, Pasten oder elektrischen Hilfsmitteln.
Auch Kinder sind gefährdet: Sie machen rund zehn Prozent der Verletzten aus. Deshalb gilt am Grill ein klarer Sicherheitsabstand, sowie ständige Aufsicht und eine abgesperrte Spielzone.
Das KFV warnt zudem vor Brandgefahr durch Funkenflug oder Fett und empfiehlt Löschmittel wie Wasser oder Feuerlöscher in Griffnähe. Nach dem Grillen sollte die Glut vollständig auskühlen, da sie noch stundenlang gefährlich heiß bleiben kann.