Warnung an Film-Fans

Gefälschter "Die Odyssee"-Film lockt Opfer in Malware

Wer Christopher Nolans "Die Odyssee" illegal herunterladen will, könnte statt des Films einen gefährlichen Datendieb auf den Rechner holen.
Digital  Heute
26.08.2026, 13:04
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Der Hype um Christopher Nolans "Die Odyssee" wird derzeit auch von Cyberkriminellen ausgenutzt. Bitdefender Labs beobachtet eine Kampagne, bei der Hacker den Infostealer LummaStealer als angebliche Raubkopie des Films verbreiten. Wer nach einer kostenlosen Filmdatei sucht, kann sich damit statt Unterhaltung ein Schadprogramm auf den Rechner holen. Die Masche erinnert laut Bitdefender an eine Kampagne aus dem Jahr 2025, bei der Kriminelle gefälschte Downloads von "Mission Impossible" als Köder verwendeten. Auch im Jänner 2026 berichtete Bitdefender über weitere Aktivitäten rund um LummaStealer.

Die Angreifer setzen dabei nicht auf individuell formulierte Phishing-Nachrichten. Stattdessen verlassen sie sich darauf, dass Nutzer selbst nach illegalen Filmkopien suchen. Angeboten werden Dateien, die beispielsweise als 1080p-WEBRip oder Blu-ray-Version des Films ausgegeben werden. Zusätzlich kommen bekannte Tricks zum Einsatz. Die Dateien können mit einem VLC-Symbol versehen sein, sodass sie auf den ersten Blick wie eine Videodatei wirken. Verborgene Dateiendungen machen die Täuschung noch einfacher. Genau hier liegt unter Windows ein Problem.

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Sind Dateiendungen im Explorer ausgeblendet, ist auf den ersten Blick nicht zwingend erkennbar, ob sich hinter einer vermeintlichen Filmdatei tatsächlich ein Video oder ein ausführbares Programm verbirgt. Eine Datei mit dem Namen des Films kann gefährlicher sein, als es den Anschein hat. Wird eine als Film getarnte .exe-Datei gestartet, kann LummaStealer auf dem Computer aktiv werden. Der Schadcode ist darauf ausgelegt, sensible Informationen von infizierten Geräten zu stehlen. Laut Bitdefender können automatisch ausgefüllte Browserdaten, gespeicherte Passwörter und Infos für Remote-Desktop-Zugänge betroffen sein.

LummaStealer hat es auf Passwörter abgesehen

Auch Authentifizierungs-Cookies, gespeicherte Zahlungsinformationen und Daten aus Kryptowallets gehören zu den möglichen Zielen. Besonders problematisch sind dabei Session-Cookies. Über sie können Angreifer unter bestimmten Umständen eine bestehende Anmeldung übernehmen und dadurch auch eine aktivierte Multifaktor-Authentifizierung umgehen. Für Betroffene kann eine einzige Infektion damit weitreichende Folgen haben. Geht der Schadsoftware der Zugriff auf gespeicherte Zugangsdaten oder Sitzungen ins Netz, können daraus weitere Kontoübernahmen entstehen.

LummaStealer ist dabei keineswegs eine neue Erscheinung. Bitdefender hatte bereits im Jänner 2026 über die Aktivitäten der Malware berichtet. Zuvor waren Behörden gegen Teile der kriminellen Infrastruktur vorgegangen und hatten laut Bitdefender rund 2.300 Command-and-Control-Domänen stillgelegt. Das hat die Kampagne offenbar nicht dauerhaft beendet. Die aktuellen Angriffe zeigen, dass LummaStealer weiterhin als Werkzeug für Datendiebstahl eingesetzt wird. Bei Command-and-Control-Strukturen handelt es sich vereinfacht gesagt um Systeme, über die Schadsoftware mit den Servern der Angreifer kommunizieren kann.

Darüber können beispielsweise weitere Befehle an eine bereits infizierte Maschine übermittelt werden. Wer einen Film am Computer sehen möchte, sollte auf legale Streaming- oder Kaufangebote zurückgreifen. Besonders bei angeblichen Filmdateien mit der Endung .exe ist Vorsicht angebracht. Eine ausführbare Datei ist kein normales Video und sollte nicht gestartet werden, wenn sie als Film angeboten wird. Zusätzlich empfiehlt Bitdefender, im Windows Explorer die Anzeige von Dateiendungen zu aktivieren. Dadurch lässt sich leichter erkennen, welche Art von Datei tatsächlich heruntergeladen wurde.

Das bleibt der einfachste Schutz

Auch aktuelle Sicherheitssoftware kann eine Schutzschicht bilden. Laut Bitdefender können Sicherheitslösungen sowohl den Download von Schadsoftware als auch deren Kommunikation mit Servern erkennen und blockieren. Programme, die das Verhalten von Anwendungen überwachen, können LummaStealer teilweise auch dann stoppen, wenn eine neue Variante der Schadsoftware eingesetzt wird. Der einfachste Schutz bleibt aber der Download aus vertrauenswürdigen Quellen. Wer bei der Suche nach einem aktuellen Kinofilm auf eine angebliche kostenlose Kopie stößt, sollte deshalb genau hinschauen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.08.2026, 13:04